Wer meine Artikel mit Kreuzberg- bzw. Berlin-Bezug mochte (z.B. über die Preußenfreie Zone oder den Kiezspaziergang), der sollte vielleicht auch mal beim Bürgerverein Luisenstadt reinschauen!
Lieber Bürgerverein, grundsätzlich unterstütze ich eure Arbeit - nur den Rückbau des ehem. Luisenstädtischen Kanals zwischen Waldemarbrücke und Oranienplatz auf den Zustand von 1928 lehne ich, wie wahrscheinlich jeder Kreuzberger, entschieden ab!
Bitte helft, dass die Bäume, Spielplätze und Freiflächen dort erhalten bleiben!
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Samstag, 29. März 2008
Donnerstag, 27. März 2008
Kreuzberg - das Ende der Toleranz?
Die wichtigsten Werte für das Leben in Kreuzberg lauten Respekt und Toleranz; beides hat grundsätzlich erstmal jede(r) verdient, egal ob Migrant, Studi, Junkie, Ureinwohner oder "Yuppie", wie qualifizierte Berufstätige wie wir hier - in Ermangelung echter Yuppies - genannt werden.
Diese Werte gelten selbstverständlich auch der Zentrale des Axel-Springer-Verlags, die sich seit Jahrzehnten von Kreuzberg aus in den Bezirk Berlin-Mitte keilt (was übrigens in den wilden Siebzigern für die linksradikale Szene sehr praktisch war, weil man zum demonstrieren und Barrikaden bauen nie weit fahren musste).
Seit nun aber auch noch die Redaktion der BILD-Zeitung von Hamburg in die Kreuzberger Konzernzentrale gezogen ist möchte man schon manchmal rufen:
Axel, ginge es nicht auch eine Spur dezenter?!?
Diese Werte gelten selbstverständlich auch der Zentrale des Axel-Springer-Verlags, die sich seit Jahrzehnten von Kreuzberg aus in den Bezirk Berlin-Mitte keilt (was übrigens in den wilden Siebzigern für die linksradikale Szene sehr praktisch war, weil man zum demonstrieren und Barrikaden bauen nie weit fahren musste).
Seit nun aber auch noch die Redaktion der BILD-Zeitung von Hamburg in die Kreuzberger Konzernzentrale gezogen ist möchte man schon manchmal rufen:
Axel, ginge es nicht auch eine Spur dezenter?!?
Freitag, 14. März 2008
Die Krabbelgruppe rockt
"Neukölln rockt" titelt diese Woche das Zentralorgan der Berliner Ausgeh-Wütigen, die Zitty - was bei den Neuköllnern eher nicht so gut ankommt, wenn man die Leser-Kommentare zu diesem Artikel liest...Für mich ist die Headline subjektiv absolut richtig: Ich war heute nämlich wieder in der Neuköllner Krabbelgruppe, die ich aufgrund ihres offenen Konzeptes und ihrer zentralen Lage am Herrmannplatz wirklich allen Baby-Eltern entlang der U7 und U8 wärmstens empfehlen kann - diese Gruppe rockt definitiv.
Außerdem ist meine erste und einzige Tochter eine echte, gebürtige Neuköllnerin - das näher an unserer Wohnung gelegene Kreuzberger Urban-Krankenhaus hat(te) nämlich keine Pädiatrie. Und Luise rockt, das war mir schon vor meiner Elternzeit klar!
Donnerstag, 13. März 2008
Montag, 10. März 2008
Samstag, 8. März 2008
Mittwoch, 5. März 2008
Noch 'ne Krabbelgruppe!
Heute war ich erstmals in der Krabbelgruppe der Kindervilla der Naturfreundejugend Berlin am Rande der Hasenheide, und es war ein besonders schönes Krabbelerlebnis:
Anders als meine private Grabbelgruppe, der "English Language Kids Club" und die PIKLER-Gruppe war das endlich mal wieder eine richtige Spielgruppe mit viel Singen, Klatschen und Spielen unter professioneller Leitung.
Auch das Konzept insgesamt fand ich überzeugend: Die Gruppe ist offen für jede(n) ohne Voranmeldung oder Teilnahmeverpflichtung, und die 3,50 € Unkostenbeitrag beinhalteten auch noch ein Frühstück!
Außerdem war es endlich mal eine echte, authentische Berliner Krabbelgruppe! Berlin ist nämlich groß, und insb. in Szenebezirken wie Kreuzberg, Friedrichshain, Mitte oder Prenzlauer Berg kann man als Zuzügler wie ich über ein Jahrzehnt leben und einen großen Freundeskreis aufbauen, ohne auch nur eine(n) einzigen gebürtigen Berliner(in) kennenzulernen!
So war es auch bisher während meiner Elternzeit: Im Geburts-Vorbereitungskurs, im PEKiP, im PIKLER und in der englischsprachigen Krabbelgruppe habe ich zusammen vielleicht ein oder zwei Personen getroffen, die selber in Berlin aufgewachsen sind.
Da war die heutige Krabbelgruppe im Herzen des berüchtigten Nord-Neuköllns (der Süden besteht eher aus gepflegter Vorort-Bebauung, da wohnt z.B. meine Mutter) einfach anders: Das ist nämlich, obwohl unmittelbar an Kreuzberg angrenzend, definitiv noch kein Szene-Bezirk, und so traf ich erstmals in einer Babygruppe echte, mit Berliner Akzent sprechende Neuköllnerinnen, außerdem diverse Eltern mit Migrationshintergrund, sowie eine arabische Praktikantin mit Kopftuch.
Insgesamt also ein toller Kontrast zur eher esoterischen PIKLER-Gruppe, und eine schöne Bereicherung meiner Elternzeit!
Anders als meine private Grabbelgruppe, der "English Language Kids Club" und die PIKLER-Gruppe war das endlich mal wieder eine richtige Spielgruppe mit viel Singen, Klatschen und Spielen unter professioneller Leitung.
Auch das Konzept insgesamt fand ich überzeugend: Die Gruppe ist offen für jede(n) ohne Voranmeldung oder Teilnahmeverpflichtung, und die 3,50 € Unkostenbeitrag beinhalteten auch noch ein Frühstück!
Außerdem war es endlich mal eine echte, authentische Berliner Krabbelgruppe! Berlin ist nämlich groß, und insb. in Szenebezirken wie Kreuzberg, Friedrichshain, Mitte oder Prenzlauer Berg kann man als Zuzügler wie ich über ein Jahrzehnt leben und einen großen Freundeskreis aufbauen, ohne auch nur eine(n) einzigen gebürtigen Berliner(in) kennenzulernen!
So war es auch bisher während meiner Elternzeit: Im Geburts-Vorbereitungskurs, im PEKiP, im PIKLER und in der englischsprachigen Krabbelgruppe habe ich zusammen vielleicht ein oder zwei Personen getroffen, die selber in Berlin aufgewachsen sind.
Da war die heutige Krabbelgruppe im Herzen des berüchtigten Nord-Neuköllns (der Süden besteht eher aus gepflegter Vorort-Bebauung, da wohnt z.B. meine Mutter) einfach anders: Das ist nämlich, obwohl unmittelbar an Kreuzberg angrenzend, definitiv noch kein Szene-Bezirk, und so traf ich erstmals in einer Babygruppe echte, mit Berliner Akzent sprechende Neuköllnerinnen, außerdem diverse Eltern mit Migrationshintergrund, sowie eine arabische Praktikantin mit Kopftuch.
Insgesamt also ein toller Kontrast zur eher esoterischen PIKLER-Gruppe, und eine schöne Bereicherung meiner Elternzeit!
Samstag, 2. Februar 2008
... wirklich immer wieder
Wenn sich
(so gesehen heute abend im LUZIA)
- Türkische Teenager
- studentisches Szenepublikum
- ältere Schwule
- Touristenpärchen
- linkslastige Politaktivisten und
- bloggende berufstätige Väter in Elternzeit in Begleitung ihrer Mutter
(so gesehen heute abend im LUZIA)
Donnerstag, 31. Januar 2008
Kreuzberg - immer wieder einzigartig!
Kreuzberg ist einfach einzigartig, das stelle ich immer wieder fest.
Wo sonst gibt es z.B. einen Gewerbebetrieb wie das Maravilla, wo ich gerade wieder zur Pikler-Gruppe war?
Dieser Betrieb ist zunächst einmal ein Ladenlokal, wo Baby-Artikel, Massage-Zubehör und Esoterik-Bedarf verkauf werden. Im hinteren Bereich gibt es ein kleines Cafe mit Krabbelecke, wo sich ein an Babys, Massage und / oder Esoterik interessiertes Publikum bei Bio-Gebäck zum Plausch trifft. Nebenan schließlich ist eine Art Seminarraum, wo Ayuvedische Ganzkörper-Ölmassagen angeboten werden. Und Yoga. Und Zhineng (keine Ahnung was das ist). Außerdem treffen sich dort die Teilnehmer des Homöopathie-Seminars, der Gruppe "Music Together" und unsere Pikler-Gruppe - letztere heißt hier "Spielraum der Sinne zum selbständigen Entdecken".
Der Laden läuft sehr gut.
Auf dem Weg dahin passierte ich die Zentrale der KPD / RZ. Das ist die lokale Partei "Kreuzberger Patriotische Demokraten / Realistisches Zentrum", die bei der Berliner Abgeordnetenhaus-Wahl 1999 in Kreuzberg immerhin 4,2 % erreichte, und das mit den Forderungen
Inzwischen ist es ruhiger um diesen Haufen geworden; ein Teil von Ihnen ist wohl zusammen mit den Friedrichshainer Amorphen Zentralisten (FAZ) zur SED fusioniert.
Auf dem Rückweg schließlich ist mir noch ein Flyer für eine Tanzveranstaltung in die Hand gefallen:

Latinoriental Schwulesbenparty - auch super, oder? Nicht ganz meine Zielgruppe, aber eines Tages gibt es sicher auch "Funky Alternative Rock für übergewichtige berufstätige Väter in Elternzeit", da bin ich dann garantiert dabei!
Ihr seht - jeder Spaziergang rechtfertigt die Aussage, die hier so mancher Gemüseladen als T-Shirt verkauft:

Wo sonst gibt es z.B. einen Gewerbebetrieb wie das Maravilla, wo ich gerade wieder zur Pikler-Gruppe war?
Dieser Betrieb ist zunächst einmal ein Ladenlokal, wo Baby-Artikel, Massage-Zubehör und Esoterik-Bedarf verkauf werden. Im hinteren Bereich gibt es ein kleines Cafe mit Krabbelecke, wo sich ein an Babys, Massage und / oder Esoterik interessiertes Publikum bei Bio-Gebäck zum Plausch trifft. Nebenan schließlich ist eine Art Seminarraum, wo Ayuvedische Ganzkörper-Ölmassagen angeboten werden. Und Yoga. Und Zhineng (keine Ahnung was das ist). Außerdem treffen sich dort die Teilnehmer des Homöopathie-Seminars, der Gruppe "Music Together" und unsere Pikler-Gruppe - letztere heißt hier "Spielraum der Sinne zum selbständigen Entdecken".
Der Laden läuft sehr gut.
Auf dem Weg dahin passierte ich die Zentrale der KPD / RZ. Das ist die lokale Partei "Kreuzberger Patriotische Demokraten / Realistisches Zentrum", die bei der Berliner Abgeordnetenhaus-Wahl 1999 in Kreuzberg immerhin 4,2 % erreichte, und das mit den Forderungen
- Kreuzberg braucht einen ganzjährig eisfreien Tiefseehafen
- Ausgehverbot für Männer bei Außentemperaturen über 30°
- Halbierung der Schwerkraft bis zum Jahr 2010
- Verbot von Kriminalität aller Art
- Flottere Melodien für Polizei-, Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge sowie Umbenennung der "Polizei" in "Gärtnerei-Betrieb K. Szerwinczsky u. Söhne"
- Außerdem haben sie Kreuzberg eine Hymne gegeben.

Inzwischen ist es ruhiger um diesen Haufen geworden; ein Teil von Ihnen ist wohl zusammen mit den Friedrichshainer Amorphen Zentralisten (FAZ) zur SED fusioniert.
Auf dem Rückweg schließlich ist mir noch ein Flyer für eine Tanzveranstaltung in die Hand gefallen:

Latinoriental Schwulesbenparty - auch super, oder? Nicht ganz meine Zielgruppe, aber eines Tages gibt es sicher auch "Funky Alternative Rock für übergewichtige berufstätige Väter in Elternzeit", da bin ich dann garantiert dabei!
Ihr seht - jeder Spaziergang rechtfertigt die Aussage, die hier so mancher Gemüseladen als T-Shirt verkauft:

Donnerstag, 3. Januar 2008
Königreich der Diebe
Seit ich Hausmann bin hatte ich einen Wunsch: Eine Spülmaschine! Kurz nach Weihnachten wurde er endlich wahr - ich konnte ein gebrauchtes Gerät inkl. Aufbau und Garantie auf eBay erstehen!
Der Spülaufwand ist damit zwar nicht zu 100% hinfällig wie eigentlich erhofft, aber mindestens zu 80% - und auch das bedeutet einen Zeitgewinn von 30-40 Minuten jeden Tag.
Heute bin ich los um bei Bauhaus an der Hasenheide noch eine Arbeitsplatte zur Abdeckung des Geräts zu kaufen, und was musste ich sehen?
In den beiden ersten Tagen des Jahres 2008 wurden dort schon 241 Diebstähle zur Anzeige gebracht, also 120 am Tag bzw. 10 pro Stunde.
Wow! Dass in der Hasenheide aus verschiedenen Gründen eine hohe Polizeipräsenz herrscht war mir bekannt, aber dass im Keller der Neuköllner Bauhaus-Filiale zwei Beamte Dienst tun und jede Stunde 10 Ladendiebstahlsfälle bearbeiten - das war mir noch neu!
Der Spülaufwand ist damit zwar nicht zu 100% hinfällig wie eigentlich erhofft, aber mindestens zu 80% - und auch das bedeutet einen Zeitgewinn von 30-40 Minuten jeden Tag.
Heute bin ich los um bei Bauhaus an der Hasenheide noch eine Arbeitsplatte zur Abdeckung des Geräts zu kaufen, und was musste ich sehen?
In den beiden ersten Tagen des Jahres 2008 wurden dort schon 241 Diebstähle zur Anzeige gebracht, also 120 am Tag bzw. 10 pro Stunde.
Wow! Dass in der Hasenheide aus verschiedenen Gründen eine hohe Polizeipräsenz herrscht war mir bekannt, aber dass im Keller der Neuköllner Bauhaus-Filiale zwei Beamte Dienst tun und jede Stunde 10 Ladendiebstahlsfälle bearbeiten - das war mir noch neu!
Freitag, 28. Dezember 2007
Martin Parr ist cool
Heute war ich mit Luise in einer Foto-Ausstellung von Martin Parr. Ich fand's sehr gut, und auch Luise hat an einigen Fotos richtig Spaß gehabt - je bunter, desto besser!
Freitag, 21. Dezember 2007
Weihnachtskültür
Gerade habe ich noch ein paar Besorgungen im weihnachtlich geschmückten Kreuzberg gemacht.

Oranienplatz zur Weihnachtszeit (ohne Stativ, das hat immer noch Arne!)
Dabei fiel mir wieder mein Vater ein, der die Vermutung äußerte, in Kreuzberg sei es sicherlich nicht weihnachtlich - weil da so viele Moslems wohnen! Zeit also für einige Klarstellungen.
Ja, ich wohne in Kreuzberg, am Rande des sog. Klein-Istanbul. Wir lernen schonmal: Kreuzberg ist nicht Klein-Istanbul, sondern in Kreuzberg gibt es ein Klein-Istanbul!
Es scheint ja - insbesondere in der Provinz - Menschen zu geben, die einen hohen Ausländer-Anteil der Bevölkerung als generell schlecht oder gefährlich betrachten; für uns Kreuzberger dagegen ist dies Teil unserer Realität und auch unserer Identität (schönes Beispiel: der Song "Berlin" der Band Ideal). Wer es lieber ethnisch rein mag zieht eh besser nach Prenzlauer Berg.
Die Geschäfte in meiner Nachbarschaft sind also ganz überwiegend in Türkischer Hand. Sind das jetzt eher Türkische oder eher Deutsche Geschäfte? Mal sehen:
Klar - schließlich kommt ja auch der Nikolaus aus der Türkei!
Soviel also zum wiederlichen, populistischen Begriff der Deutschen Leitkultur! Ich finde, insbesondere die Türkischstämmige Bevölkerung in Kreuzberg zeigt ein Maß an "Entegrasyon" wie ich sie bei Deutschen Auswanderern bislang noch nicht feststellen konnte.

Oranienplatz zur Weihnachtszeit (ohne Stativ, das hat immer noch Arne!)
Dabei fiel mir wieder mein Vater ein, der die Vermutung äußerte, in Kreuzberg sei es sicherlich nicht weihnachtlich - weil da so viele Moslems wohnen! Zeit also für einige Klarstellungen.
Ja, ich wohne in Kreuzberg, am Rande des sog. Klein-Istanbul. Wir lernen schonmal: Kreuzberg ist nicht Klein-Istanbul, sondern in Kreuzberg gibt es ein Klein-Istanbul!
Es scheint ja - insbesondere in der Provinz - Menschen zu geben, die einen hohen Ausländer-Anteil der Bevölkerung als generell schlecht oder gefährlich betrachten; für uns Kreuzberger dagegen ist dies Teil unserer Realität und auch unserer Identität (schönes Beispiel: der Song "Berlin" der Band Ideal). Wer es lieber ethnisch rein mag zieht eh besser nach Prenzlauer Berg.
Die Geschäfte in meiner Nachbarschaft sind also ganz überwiegend in Türkischer Hand. Sind das jetzt eher Türkische oder eher Deutsche Geschäfte? Mal sehen:
- Die Geschäfts- und Warenbezeichnungen sind in Deutsch
- Geschäftssprache ist Deutsch (neben Türkisch, Englisch, Arabisch und vereinzelt Berlinerisch)
- Bezahlt wird in Euro
- Die Rechtsgrundlage ist das BGB
- Natürlich verkaufen alle kleinen Läden auch Alkohol
Klar - schließlich kommt ja auch der Nikolaus aus der Türkei!
Soviel also zum wiederlichen, populistischen Begriff der Deutschen Leitkultur! Ich finde, insbesondere die Türkischstämmige Bevölkerung in Kreuzberg zeigt ein Maß an "Entegrasyon" wie ich sie bei Deutschen Auswanderern bislang noch nicht feststellen konnte.
Montag, 10. Dezember 2007
Kreuzberger Kiezspaziergang Teil 1
Heute schien die Sonne und das Wetter war mild, also auf zum
Kreuzberger Kiezspaziergang
Teil 1: Von der Waldemarbrücke bis zum Lausitzer Platz

(1)
Wir beginnen den Spaziergang an der Waldemarbrücke, auf der die Grenze zwischen den Berliner Bezirken Kreuzberg und Mitte verläuft. Nach Süden sieht man hier den Verlauf des ehemaligen Luisenstädtischen Kanals in Richtung Oranienplatz und weiter zum Urbanhafen. Nach Westen sieht man zunächst eines der letzten Stücke unbebauten Mauerstreifens; weiter hinten erhebt sich die Konzernzentrale des Axel-Springer-Verlages (Adresse: Axel-Springer-Straße, Ecke Rudi-Dutschke-Straße), die der Verlagsgründer direkt an die Berliner Mauer gebaut hat um die DDR-Führung zu ärgern, sowie rechts davon die Reihe von Hochhäusern an der Leipziger Straße, die anschließend die DDR-Führung gebaut hat um Axel Springer zu ärgern ...


Wenden wir uns nun nach Norden so sehen wir im Vordergrund den zum Rosengarten umgestalteten Teil des Luisenstädtischen Kanals mit dem "Indischen Brunnen", im Hintergrund die katholische St. Michaels-Kirche, das Wahrzeichen der historischen Luisenstadt, mit dem nachts golden angestrahltem Erzengel Michael auf dem Dach, der dem Engelbecken vor der Kirche seinen Namen gab. Links daneben ragen die Schornsteine des Heizkraftwerkes an der Jannowitzbrücke in den Himmel.

Wir folgen nun dem Berliner Mauerweg nach Norden. Die Häuser am Leuschnerdamm standen direkt an der Berliner Mauer, deren Verlauf im Bürgersteig immer noch gut zu erkennen ist. Die Häuser an diesem Kreuzberger Straßenstück galten zu Mauerzeiten als Zufluchtsort für Kriminelle, da der Bürgersteig komplett auf DDR-Gebiet lag und nicht von West-Berliner Beamten betreten werden durfte!


(2)
Auch auf Höhe der Adalbertstraße (die weiter südlich am Kottbusser Tor unter dem berüchtigtem "Neuen Kreuzberger Zentrum" hindurchführt) ist der ehemalige Kanal wieder in seinen gartenbaulichen Zustand der 20er Jahre versetzt worden. Zuvor verlief hier 28 Jahre lang zwischen Engeldamm und Bethaniendamm der Todesstreifen der Berliner Mauer; das Foto mit der St.-Thomas-Kirche im Hintergrund ist weltbekannt.
Obwohl der Mauerfall nun schon 18 Jahre her ist kann man immer noch die ehemalige Randlage des Kreuzberger Bethaniendamms erkennen, z.B. durch so seltene Anreiner wie einen Kinder-Bauernhof, eine Wagenburg und Berlins einziges „Geçekondu“, das der Kreuzberger Türke Osman Kalin 1983 auf Ost-Berliner Gebiet direkt an die Mauer gebaut hatte, und das nun Bestandsschutz genießt.

Der ehem. Luisenstädtischer Kanal und ...

St. Thomas-Kirche heute

... und zu Mauerzeiten!

Wagenburg am Bethaniendamm

Berlins einziges „Geçekondu“
(3)
Wir umrunden nun den nördlichen Teil der St.Thomas-Kirche und betreten den Mariannenplatz.
Der Mariannenplatz wurde, zusammen mit den anderen Kunstplätzen Moritzplatz, Oranienplatz und Heinrichplatz im Rahmen der Separation des Köpenicker Feldes 1841-1846 angelegt. Die Plätze, Straßen und Kanäle des heutigen Kreuzbergs bilden ein städtebauliches Ensemble, welches sich insbesondere durch kilometerlange, auf einen Sakralbau hinlaufende Sichtachsen sowie eine Auflockerung der Bebauung durch Grünanlagen und Wasserwege auszeichnet.
An dieser historischen Stadtentwicklung waren die besten Stadt- und Landschaftsgestalter Preußens beteiligt, nämlich Johann Carl Ludwig Schmid, Karl Friedrich Schinkel, Peter Josef Lenné und James Hobrecht; 1842 wurde der Bebauungsplan für das Köpenicker Feld von Peter Josef Lenné verabschiedet; der historische Grundriss ist auch heute noch gut zu erkennen.

Zu Mauerzeiten erlangte der Mariannenplatz neue Berühmtheit durch den schon erwähnten "Rauch-Haus-Song" (Erste Zeile: "Der Mariannenplatz war blau, soviel Bullen waren da") der Band Ton Steine Scherben und die dort thematisierte Besetzung des leerstehenden ehemaligen Krankenhauses Bethanien.
Auch viele der umliegenden Wohnhäuser wurden in den 70er Jahren besetzt, so dass das Viertel um den Mariannenplatz das Zentrum der deutschen Hausbesetzer-Bewegung wurde. Dies liegt vor allem in dem damaligen Plan begründet, die erhaltenen, aber sanierungsbedürftigen Altbauten abzureißen und durch moderne Wohnblocks zu ersetzen, wie es in vielen anderen Teilen Kreuzbergs auch getan wurde.
Heute ist der Kiez um den Mariannenplatz eine der ärmsten Gegenden des sowieso nicht besonders wohlhabenden Kreuzbergs. Er wird überwiegend von Migranten bewohnt und zählt zum Kreuzberger Klein-Istanbul. Die ehemals omnipräsente linke Szene muss man in diesem heute eher ruhigen Wohnviertel schon fast suchen, nur noch wenige Insignien (wie die vielen Grafittis oder ein "Gemischtwarenladen und Revolutionsbedarf") deuten auf ihre Existenz.

Der Mariannenplatz von Süden, geradeaus die St-Thomas-Kirche, links das Krankenhaus Bethanien

Das ehem. Krankenhaus Bethanien

Eines der letzten sichtbaren ehem. besetzten Häuser neben nicht verhindertem Neubau



Artefakte der Hausbesetzer-Szene
(4)
Folgen wir nun der Waldemarstraße zwei Blocks nach Osten, so gelangen wir zum Lausitzer Platz. Ebenso wie der Mariannenplatz hat der Lausitzer Platz etwas ghettoartiges, da sich hier hauptsächlich Mitglieder einer bestimmten Subkultur aufhalten. Nur ist es diesmal nicht Klein-Istanbul, sondern eher Klein-Prenzlauer Berg, den hier trifft sich die deutsche Mittelschicht des nördlichen Kreuzbergs: Es gibt regelmäßig einen Öko-Markt, einen großen Spielplatz, leckeres selbstgemachtes Bio-Eis beim Eissalon und schicke Kinder-Utensilien bei Sönneken. Außerdem lockt der Szene-Italiener "Rocco und seine Brüder".
Südlich wird der Platz begrenzt von der Skalitzer Straße und der ältesten Berliner U-Bahnlinie U1, die durch Kreuzberg als Hochbahn fährt. Die Skalitzer Straße und die Hochbahn-Trasse verlaufen entlang der ehemaligen Berliner Stadtmauer, was immer noch an den Bahnhofsnamen Schlesisches Tor, Kottbusser Tor und Hallesches Tor erkennbar ist.

Der Lausitzer Platz im Dezember

Eissalon und Sönneken

Die Kreuzberger Mittelschicht unterwegs zum Öko-Markt

Südlicher Lausitzer Platz
Kreuzberger Kiezspaziergang
Teil 1: Von der Waldemarbrücke bis zum Lausitzer Platz

(1)
Wir beginnen den Spaziergang an der Waldemarbrücke, auf der die Grenze zwischen den Berliner Bezirken Kreuzberg und Mitte verläuft. Nach Süden sieht man hier den Verlauf des ehemaligen Luisenstädtischen Kanals in Richtung Oranienplatz und weiter zum Urbanhafen. Nach Westen sieht man zunächst eines der letzten Stücke unbebauten Mauerstreifens; weiter hinten erhebt sich die Konzernzentrale des Axel-Springer-Verlages (Adresse: Axel-Springer-Straße, Ecke Rudi-Dutschke-Straße), die der Verlagsgründer direkt an die Berliner Mauer gebaut hat um die DDR-Führung zu ärgern, sowie rechts davon die Reihe von Hochhäusern an der Leipziger Straße, die anschließend die DDR-Führung gebaut hat um Axel Springer zu ärgern ...
Wenden wir uns nun nach Norden so sehen wir im Vordergrund den zum Rosengarten umgestalteten Teil des Luisenstädtischen Kanals mit dem "Indischen Brunnen", im Hintergrund die katholische St. Michaels-Kirche, das Wahrzeichen der historischen Luisenstadt, mit dem nachts golden angestrahltem Erzengel Michael auf dem Dach, der dem Engelbecken vor der Kirche seinen Namen gab. Links daneben ragen die Schornsteine des Heizkraftwerkes an der Jannowitzbrücke in den Himmel.
Wir folgen nun dem Berliner Mauerweg nach Norden. Die Häuser am Leuschnerdamm standen direkt an der Berliner Mauer, deren Verlauf im Bürgersteig immer noch gut zu erkennen ist. Die Häuser an diesem Kreuzberger Straßenstück galten zu Mauerzeiten als Zufluchtsort für Kriminelle, da der Bürgersteig komplett auf DDR-Gebiet lag und nicht von West-Berliner Beamten betreten werden durfte!

(2)
Auch auf Höhe der Adalbertstraße (die weiter südlich am Kottbusser Tor unter dem berüchtigtem "Neuen Kreuzberger Zentrum" hindurchführt) ist der ehemalige Kanal wieder in seinen gartenbaulichen Zustand der 20er Jahre versetzt worden. Zuvor verlief hier 28 Jahre lang zwischen Engeldamm und Bethaniendamm der Todesstreifen der Berliner Mauer; das Foto mit der St.-Thomas-Kirche im Hintergrund ist weltbekannt.
Obwohl der Mauerfall nun schon 18 Jahre her ist kann man immer noch die ehemalige Randlage des Kreuzberger Bethaniendamms erkennen, z.B. durch so seltene Anreiner wie einen Kinder-Bauernhof, eine Wagenburg und Berlins einziges „Geçekondu“, das der Kreuzberger Türke Osman Kalin 1983 auf Ost-Berliner Gebiet direkt an die Mauer gebaut hatte, und das nun Bestandsschutz genießt.
Der ehem. Luisenstädtischer Kanal und ...
St. Thomas-Kirche heute

... und zu Mauerzeiten!
Wagenburg am Bethaniendamm
Berlins einziges „Geçekondu“
(3)
Wir umrunden nun den nördlichen Teil der St.Thomas-Kirche und betreten den Mariannenplatz.
Der Mariannenplatz wurde, zusammen mit den anderen Kunstplätzen Moritzplatz, Oranienplatz und Heinrichplatz im Rahmen der Separation des Köpenicker Feldes 1841-1846 angelegt. Die Plätze, Straßen und Kanäle des heutigen Kreuzbergs bilden ein städtebauliches Ensemble, welches sich insbesondere durch kilometerlange, auf einen Sakralbau hinlaufende Sichtachsen sowie eine Auflockerung der Bebauung durch Grünanlagen und Wasserwege auszeichnet.
An dieser historischen Stadtentwicklung waren die besten Stadt- und Landschaftsgestalter Preußens beteiligt, nämlich Johann Carl Ludwig Schmid, Karl Friedrich Schinkel, Peter Josef Lenné und James Hobrecht; 1842 wurde der Bebauungsplan für das Köpenicker Feld von Peter Josef Lenné verabschiedet; der historische Grundriss ist auch heute noch gut zu erkennen.

Zu Mauerzeiten erlangte der Mariannenplatz neue Berühmtheit durch den schon erwähnten "Rauch-Haus-Song" (Erste Zeile: "Der Mariannenplatz war blau, soviel Bullen waren da") der Band Ton Steine Scherben und die dort thematisierte Besetzung des leerstehenden ehemaligen Krankenhauses Bethanien.
Auch viele der umliegenden Wohnhäuser wurden in den 70er Jahren besetzt, so dass das Viertel um den Mariannenplatz das Zentrum der deutschen Hausbesetzer-Bewegung wurde. Dies liegt vor allem in dem damaligen Plan begründet, die erhaltenen, aber sanierungsbedürftigen Altbauten abzureißen und durch moderne Wohnblocks zu ersetzen, wie es in vielen anderen Teilen Kreuzbergs auch getan wurde.
Heute ist der Kiez um den Mariannenplatz eine der ärmsten Gegenden des sowieso nicht besonders wohlhabenden Kreuzbergs. Er wird überwiegend von Migranten bewohnt und zählt zum Kreuzberger Klein-Istanbul. Die ehemals omnipräsente linke Szene muss man in diesem heute eher ruhigen Wohnviertel schon fast suchen, nur noch wenige Insignien (wie die vielen Grafittis oder ein "Gemischtwarenladen und Revolutionsbedarf") deuten auf ihre Existenz.
Der Mariannenplatz von Süden, geradeaus die St-Thomas-Kirche, links das Krankenhaus Bethanien
Das ehem. Krankenhaus Bethanien
Eines der letzten sichtbaren ehem. besetzten Häuser neben nicht verhindertem Neubau
Artefakte der Hausbesetzer-Szene
(4)
Folgen wir nun der Waldemarstraße zwei Blocks nach Osten, so gelangen wir zum Lausitzer Platz. Ebenso wie der Mariannenplatz hat der Lausitzer Platz etwas ghettoartiges, da sich hier hauptsächlich Mitglieder einer bestimmten Subkultur aufhalten. Nur ist es diesmal nicht Klein-Istanbul, sondern eher Klein-Prenzlauer Berg, den hier trifft sich die deutsche Mittelschicht des nördlichen Kreuzbergs: Es gibt regelmäßig einen Öko-Markt, einen großen Spielplatz, leckeres selbstgemachtes Bio-Eis beim Eissalon und schicke Kinder-Utensilien bei Sönneken. Außerdem lockt der Szene-Italiener "Rocco und seine Brüder".
Südlich wird der Platz begrenzt von der Skalitzer Straße und der ältesten Berliner U-Bahnlinie U1, die durch Kreuzberg als Hochbahn fährt. Die Skalitzer Straße und die Hochbahn-Trasse verlaufen entlang der ehemaligen Berliner Stadtmauer, was immer noch an den Bahnhofsnamen Schlesisches Tor, Kottbusser Tor und Hallesches Tor erkennbar ist.
Der Lausitzer Platz im Dezember
Eissalon und Sönneken
Die Kreuzberger Mittelschicht unterwegs zum Öko-Markt
Südlicher Lausitzer Platz
Sonntag, 9. Dezember 2007
Kauft Luise ein T-Shirt von Michael Beyer!
Die momentan süßesten Kinder-Motive auf dem Berliner Markt sind für mich die von Michael Beyer:

Wer also noch ein Weihnachtsgeschenk für Luise sucht - über ein T-Shirt "Berlin ist groß und ich bin klein" oder "Pinguine im Fernsehturm" in Größe 18 Monate würde sie sich sicher sehr freuen!

Wer also noch ein Weihnachtsgeschenk für Luise sucht - über ein T-Shirt "Berlin ist groß und ich bin klein" oder "Pinguine im Fernsehturm" in Größe 18 Monate würde sie sich sicher sehr freuen!
Donnerstag, 6. Dezember 2007
Rückführung der Öko-Schwaben
Die Ergebnisse des Wahlbezirks 311 des Wahlkreises 84 (Friedrichshain-Kreuzberg-Prenzlauer Berg Ost) zur Bundestagswahl 2005, die ich für den gestrigen Beitrag recherchiert hatte, lassen mich nicht mehr los:
56,9% der Stimmen für Bündnis 90 / Die Grünen und 5,8% für die CDU - das ist ja sozusagen das genaue Gegenteil eines typischen Wahlergebnisses in Baden-Würtemberg!
Wobei diese Rechnung unfair ist, weil man nicht erst seit Claudia Roths Erklärung zur gewonnenen Berliner Landtagswahl 2006 weiß, dass die meisten links-alternativen Schwaben in Berlin leben!
Ich finde, mal sollte ernsthaft über eine Ausweisung aller Berliner mit Schwäbischem Migrationshintergrund und Rückführung in ihr Heimatland nachdenken! Damit würde man ganz unmittelbar zwei Effekte erzielen:
1. Anstieg der Ergebnisse von Bündnis 90 / Die Grünen bei Baden-Würtembergischen Wahlen
2. Rückgang der Mietpreise von Altbau-Wohnungen in Prenzlauer Berg
Sorry, liebe Schwaben, war nicht ganz ernst gemeint! Eigentlich wollte ich als Zeichen meiner Entschuldigung eine Schwäbische Version dieses Blogs anbieten, aber der Schwabulator ist leider gerade offline. Daher wenigstens ein paar Videos:
http://www.youtube.com/watch?v=AQ3MFvXbwrA
http://www.youtube.com/watch?v=uF2djJcPO2A
http://www.myvideo.de/watch/2155409
56,9% der Stimmen für Bündnis 90 / Die Grünen und 5,8% für die CDU - das ist ja sozusagen das genaue Gegenteil eines typischen Wahlergebnisses in Baden-Würtemberg!
Wobei diese Rechnung unfair ist, weil man nicht erst seit Claudia Roths Erklärung zur gewonnenen Berliner Landtagswahl 2006 weiß, dass die meisten links-alternativen Schwaben in Berlin leben!
Ich finde, mal sollte ernsthaft über eine Ausweisung aller Berliner mit Schwäbischem Migrationshintergrund und Rückführung in ihr Heimatland nachdenken! Damit würde man ganz unmittelbar zwei Effekte erzielen:
1. Anstieg der Ergebnisse von Bündnis 90 / Die Grünen bei Baden-Würtembergischen Wahlen
2. Rückgang der Mietpreise von Altbau-Wohnungen in Prenzlauer Berg
Sorry, liebe Schwaben, war nicht ganz ernst gemeint! Eigentlich wollte ich als Zeichen meiner Entschuldigung eine Schwäbische Version dieses Blogs anbieten, aber der Schwabulator ist leider gerade offline. Daher wenigstens ein paar Videos:
http://www.youtube.com/watch?v=AQ3MFvXbwrA
http://www.youtube.com/watch?v=uF2djJcPO2A
http://www.myvideo.de/watch/2155409
Mittwoch, 5. Dezember 2007
Bundestagswahl 2025
Unser geliebtes Kreuzberg ist in vielerlei Hinsicht einzigartig; in der Politik z.B. ist der örtliche Wahlkreis der einzige, in dem jemals grüne Direktmandate für den Bundestag gewonnen wurde, nämlich von Hans-Christian Ströbele (der sein Büro nebenan am Kotti hat) in den Jahren 2002 und 2005.
Auch bei Betrachtung der Zweitstimmen sind die Grünen hier im Kiez der absolute gesellschaftliche Mainstream, bei der letzten Bundestagswahl bekamen sie in unserem Wahlbezirk um den Oranienplatz sagenhafte 56,9% der Stimmen (die CDU 5,8%) !
Wie kann das sein?
Nun, zum einen sind wir hier natürlich links-alternatives Kernland und eine der Keimzellen der grün-alternativen Bewegung.
Zum anderen scheint man sich auch einfach rechtzeitig um seine Wähler zu bemühen, wie hier die Fraktionsvorsitzende der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen und ehemalige Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, Renate Künast, um Luise:

Vielen Dank nochmal, Frau Künast! Gerne publiziere ich Ihren aktuellen Flyer in meinem persönlichen Kommunikationskanal hier! Leider sind die Ecken etwas angesabbert ...
Auch bei Betrachtung der Zweitstimmen sind die Grünen hier im Kiez der absolute gesellschaftliche Mainstream, bei der letzten Bundestagswahl bekamen sie in unserem Wahlbezirk um den Oranienplatz sagenhafte 56,9% der Stimmen (die CDU 5,8%) !
Wie kann das sein?
Nun, zum einen sind wir hier natürlich links-alternatives Kernland und eine der Keimzellen der grün-alternativen Bewegung.
Zum anderen scheint man sich auch einfach rechtzeitig um seine Wähler zu bemühen, wie hier die Fraktionsvorsitzende der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen und ehemalige Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, Renate Künast, um Luise:

Vielen Dank nochmal, Frau Künast! Gerne publiziere ich Ihren aktuellen Flyer in meinem persönlichen Kommunikationskanal hier! Leider sind die Ecken etwas angesabbert ...
Labels:
Baby und Babyberatung,
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Politik
Freitag, 30. November 2007
Echtes Multikulti statt Bionade-Biedermeier
Luise lebt mit ihrer Mama und mir übrigens im kinderreichsten Bezirk Berlins. Nein, das ist nicht Prenzlauer Berg, sondern eben Kreuzberg!
Wer wissen möchte warum wir zum Kinderkriegen nicht nach Prenzlauer Berg gezogen sind, dem empfehle ich den Artikel "Bionade-Biedermeier"!
Wer wissen möchte warum wir zum Kinderkriegen nicht nach Prenzlauer Berg gezogen sind, dem empfehle ich den Artikel "Bionade-Biedermeier"!
Mittwoch, 31. Oktober 2007
Wirtschaftskompetenz
Meine Frau interessiert sich für u.a. für Naturwissenschaften, Literatur, Philosophie und Sport, ich eher für Wirtschaft, Technik und Politik. So können wir uns schön gegenseitig zutexten.
Dabei werden allerdings die Interessen gewahrt: Meine Konversationsfähigkeit in ihren Kompetenzgebieten ist eher beschränkt, und bislang hatte ich den Eindruck dass das umgekehrt ähnlich ist.
Bis heute.
Denn heute schrieb sie mir eine Email zum Thema Stock-Options (die Teil meiner Angestellten-Vergütung sind): "Besser nicht weiter spekulieren, die Aktienmärkte sind zur Zeit eher gefährlich, weil noch niemand so richtig weiß wie's weitergeht mit der weltweiten Konjunktur."
Wow! Seit wann versteht die Frau was von Volkswirtschaft? Hätte ich vor ein paar Jahren hier im Kiez Leute zum Thema "Wirtschaft" befragt hätte ich als Antwort ausschließlich "Henne, Kuchen-Kaiser, Tante Horst und Franziskaner" bekommen; aber spätestens seit dem Telekom-Börsengang und seit jeden Tag vor der Tagesschau "Börse im Ersten" läuft scheint da echt jeder mitreden zu können.
Dabei werden allerdings die Interessen gewahrt: Meine Konversationsfähigkeit in ihren Kompetenzgebieten ist eher beschränkt, und bislang hatte ich den Eindruck dass das umgekehrt ähnlich ist.
Bis heute.
Denn heute schrieb sie mir eine Email zum Thema Stock-Options (die Teil meiner Angestellten-Vergütung sind): "Besser nicht weiter spekulieren, die Aktienmärkte sind zur Zeit eher gefährlich, weil noch niemand so richtig weiß wie's weitergeht mit der weltweiten Konjunktur."
Wow! Seit wann versteht die Frau was von Volkswirtschaft? Hätte ich vor ein paar Jahren hier im Kiez Leute zum Thema "Wirtschaft" befragt hätte ich als Antwort ausschließlich "Henne, Kuchen-Kaiser, Tante Horst und Franziskaner" bekommen; aber spätestens seit dem Telekom-Börsengang und seit jeden Tag vor der Tagesschau "Börse im Ersten" läuft scheint da echt jeder mitreden zu können.
Freitag, 26. Oktober 2007
Preußenfreie Zone
A propos Wikipedia: Ich empfehle den empfohlenen Artikel "Luisenstädtischer Kanal" (verläuft vor meinem Wohnzimmerfenster).
Meine Tochter ist allerdings nicht nach der Luisenstadt bzw. nach Königin Luise benannt, das hätte meine Frau auch nicht erlaubt ("Scheiß Preußen, die haben das Ruhrgebiet besetzt!") - sondern nach meiner Oma!

(Meine Oma Luise, 1903-1988)
Meine Tochter ist allerdings nicht nach der Luisenstadt bzw. nach Königin Luise benannt, das hätte meine Frau auch nicht erlaubt ("Scheiß Preußen, die haben das Ruhrgebiet besetzt!") - sondern nach meiner Oma!

(Meine Oma Luise, 1903-1988)
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