Montag, 31. März 2008

Countdown

Noch

1 Monat

bis zum Ende meiner Elternzeit!


Samstag, 29. März 2008

Bürgerverein Luisenstadt

Wer meine Artikel mit Kreuzberg- bzw. Berlin-Bezug mochte (z.B. über die Preußenfreie Zone oder den Kiezspaziergang), der sollte vielleicht auch mal beim Bürgerverein Luisenstadt reinschauen!

Lieber Bürgerverein, grundsätzlich unterstütze ich eure Arbeit - nur den Rückbau des ehem. Luisenstädtischen Kanals zwischen Waldemarbrücke und Oranienplatz auf den Zustand von 1928 lehne ich, wie wahrscheinlich jeder Kreuzberger, entschieden ab!

Bitte helft, dass die Bäume, Spielplätze und Freiflächen dort erhalten bleiben!

Donnerstag, 27. März 2008

Kreuzberg - das Ende der Toleranz?

Die wichtigsten Werte für das Leben in Kreuzberg lauten Respekt und Toleranz; beides hat grundsätzlich erstmal jede(r) verdient, egal ob Migrant, Studi, Junkie, Ureinwohner oder "Yuppie", wie qualifizierte Berufstätige wie wir hier - in Ermangelung echter Yuppies - genannt werden.

Diese Werte gelten selbstverständlich auch der Zentrale des Axel-Springer-Verlags, die sich seit Jahrzehnten von Kreuzberg aus in den Bezirk Berlin-Mitte keilt (was übrigens in den wilden Siebzigern für die linksradikale Szene sehr praktisch war, weil man zum demonstrieren und Barrikaden bauen nie weit fahren musste).

Seit nun aber auch noch die Redaktion der BILD-Zeitung von Hamburg in die Kreuzberger Konzernzentrale gezogen ist möchte man schon manchmal rufen:

Axel, ginge es nicht auch eine Spur dezenter?!?

Montag, 24. März 2008

Ich und Luise bei stern.de

Heute bringt stern.de einen kurzen Beitrag über mich und Luise - an dieser Stelle Herzlich Willkommen allen Stern-Lesern, die dadurch erstmals auf meinen Blog aufmerksam wurden!

Hier der Artikel (übrigens mit von der Redaktion geändertem Namen und einem Agentur-Foto zur Illustration):



Väter sind genauso gute Bezugspersonen wie Mütter, meint Vollzeit-Papa Harald Berger. Mit dieser Ansicht liegt er im Trend: Die Zahl der Väter, die zur Betreuung ihrer Kinder eine Pause im Beruf machen, hat sich seit Einführung des Elterngelds mehr als verdreifacht.

Auf dem dunkelbraunen Couchtisch im Wohnzimmer liegt ein aufgeklapptes Buch, "Das kompetente Kind" von Jesper Juul. Direkt daneben, auf dem Sofa hält die einjährige Luise gerade ihre Mittagsschlaf. Zu sehen ist nur ein kleiner Kopf mit hellbraunem Flaum, zu hören ist nichts. Harald Berger nutzt die Pause, um seinen Terminplan auf dem Computer durchzusehen. Jeden Tag gibt es mindestens zwei Einträge. Wann findet welche Krabbelgruppe statt, an welchem Tag hat sich Besuch angekündigt, wann kommt die Bio-Kiste? Alles ist ordentlich eingetragen. "Schließlich bin ich Manager, da versuche ich schon, meine Tage etwas zu planen", sagt Berger. Als Produktmanager in einem großen Software-Unternehmen spielen Planung, Zeitmanagement und Organisation für ihn eine wichtige Rolle. In den vergangenen Wochen musste Berger sich von der Vorstellung, alles planen zu können, verabschieden. Die ordentlichen viereckigen Zeiteinheiten auf dem Rechner haben wenig mit der Realität zu tun. Den Alltag bestimmt Tochter Luise, denn Berger ist seit gut drei Monaten in Elternzeit.

Elterngeld erleichtert Vätern Entscheidung
Wie Harald Berger nutzen immer mehr Väter das Anfang 2007 eingeführte Elterngeld für eine berufliche Auszeit. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes hat sich die Zahl der Väter, die zur Betreuung ihrer Kinder eine Pause im Beruf machen, seit Einführung des Elterngeldes mehr als verdreifacht. Lag der Väter-Anteil vor der Reform bei rund drei Prozent, stieg er bereits im ersten Jahr nach der Änderung auf 10,5 Prozent. Viele Familien können sich durch die Neu-Regelung nun auch eine berufliche Auszeit des Hauptverdieners - in den meisten Fällen ist das immer noch der Vater - leisten.

Luise ist inzwischen aufgewacht. Sie sitzt bei ihrem Papa auf dem Schoß und brabbelt vor sich hin. Vor einigen Wochen hat sie ihren ersten Geburtstag gefeiert. "Nane", verlangt sie schließlich und ihr Papa versteht und holt einen Banane aus der Küche. "Klar war die neue Regelung auch für uns einer der ausschlaggebenden Gründe, die Elternzeit zu teilen", sagt Berger. Nicht, weil das Geld sein Interesse am Kind steigere, sondern weil sie andernfalls große Probleme hätten, die Miete für die Kreuzberger Altbauwohnung und die restlichen Lebenshaltungskosten zu bestreiten.

Am häufigsten in Berlin und Bayern
Das Elterngeld beträgt 67 Prozent des letzten Nettolohnes, mindestens 300 und höchstens 1800 Euro. Nimmt nur ein Elternteil die Leistung in Anspruch, wird das Elterngeld ein Jahr lang gezahlt. Teilen sich Mutter und Vater die Elternzeit, verlängert sich die Zahlungsdauer um zwei Monate. Im Ländervergleich wird die geteilte Elternzeit am häufigsten in Bayern und Berlin genutzt. Die wenigsten Elternzeit-Anträge stellen Väter aus dem Saarland.

Missen möchte Berger die Elternzeit jedoch auf keinen Fall. "Man hat ja ohnehin so selten die Gelegenheit, so viel Zeit mit seinem Kind zu verbringen und es so intensiv aufwachsen zu sehen." Das inzwischen zehn Prozent der Elterngeldanträge von Vätern gestellt werden, beeindruckt ihn wenig. "In Island bleiben immerhin 90 Prozent der Väter mit dem Nachwuchs zu Hause."

Teilzeit-Arbeiter sind Exoten
Berger bleibt nicht nur die obligatorischen zwei, sondern mehr als fünf Monate zu Hause. Die ersten neun Monate blieb seine Frau beim Baby, auch, um stillen zu können. Im Dezember haben sie Rollen getauscht. Mama geht zur Arbeit, Papa kümmert sich um Kind und Haushalt und sorgt dafür, dass abends etwas zum Essen auf dem Tisch steht. Auch nach der Elternzeit wollen beide Eltern so viel Zeit wie möglich mit dem Nachwuchs verbringen. Deshalb wird die junge Familie künftig auf zwei Vollgehälter verzichten und auf Dreiviertelstellen umsteigen. "Damit bin ich ein echter Exot in meiner Firma", so Berger. Unter den rund 200 Angestellten gäbe es zwar bereits einige wenige Väter, die Elternzeit beantragt hätten, aber keinen, der auf Teilzeit umgestiegen sei, um mehr Zeit mit der Familie zu verbringen.

Können Väter wirklich die traditionelle Mutterrolle übernehmen? In breiten Teilen der Gesellschaft ist das immer noch umstritten. Viele Menschen glauben nach wie vor, dass Kinder, insbesondere im Baby- und Kleinkindalter, in erster Linie zur Mutter gehören. "Die Nähe zwischen Mutter und Kind ist ein ganz wichtiger Faktor in der Bildung der kindlichen Seele", sagte so auch Altkanzler Helmut Schmidt diese Woche im Zeit-Magazin Leben. Väter würden erst später wichtig, aber nicht im Kleinkindalter.

Kaum "richtige" Argumente
Luise sieht das offensichtlich anders. Sie sitzt glücklich bei ihrem Papa auf dem Schoß und guckt sich ein Bilderbuch aus Holz an. Warum noch immer viele Männer die Elternzeit ablehnen, ist auch Berger unbegreiflich. "Ich habe bisher kein einziges richtiges Argument gegen Männer in Elternzeit gehört", sagt er und fügt grinsend hinzu: "Man muss ja nicht gleich anfangen, Brigitte zu lesen und jede Woche einen Kuchen backen." Auch in seinem Elternzeit-Blog www.ichundluise.blogspot.com berichtet er regelmäßig über seine Erfahrungen und macht auch anderen Vätern Mut: "Man(n) kann Hausmann sein ohne dabei zur Hausfrau zu mutieren", heißt es in einem Eintrag. Die häufig vertretene These, Elternzeit sei ein Karrierekiller, lässt er nicht gelten. Arbeitgeber seien vielleicht noch nicht auf Fulltime-Väter eingestellt, meint er, das größere Problem sei aber, dass viele männliche Arbeitnehmer sich nicht trauten, zu fragen.

"Früher habe ich auch gedacht, dass Mutter und Baby untrennbar zusammen gehören", gibt Berger zu. Die Frau habe schließlich die natürlichen Werkzeuge, ein Kind auf die Welt zu bringen und zu stillen. Heute ist sich der 35-Jährige aber sicher, dass Väter genauso gut betreuen und erziehen können wie Mütter. "Hier in Kreuzberg bin ich mit dieser Einstellung sowieso Mainstream", sagt er. Aus Geburtsvorbereitungskursen, Krabbelgruppen und dem weiteren Bekanntenkreis kenne er nur sehr engagierte Väter. Selbst wer nicht in Elternzeit gehe, beteilige sich aktiv am Leben des Nachwuchses. Die schönste Gegenleistung für die Teilung der Elternpflichten bekomme er jeden Tag von seiner Tochter, so Berger. "Für Luise ist es egal, ob Mama oder Papa da ist. Wir sind für sie völlig gleichberechtigt, und das, obwohl ich keine Brüste habe."

Samstag, 22. März 2008

Ostergrüße

Ich und Luise wünschen allen Lesern Frohe Ostern!

Hätten nicht die ganze Zeit die Temperaturen um den Gefrierpunkt gelegen...
... und hätte es nicht ständig geschneit und geregnet...
... und hätte Luise's Mama nicht von Freitag bis Montag durcharbeiten müssen (na ja, zumindest gibt's 'nen Feiertagszuschlag)...

...dann hätten wir sicher mal 'ne Fahrradtour gemacht!

Donnerstag, 20. März 2008

And the winner is: Emmi Pikler

"Kinder gehören unter Ihresgleichen" schreibt der Elternzeit-Blog, und fleißige Leser meines Blogs wissen dass ich diesem Grundsatz immer intensiv Rechung getragen habe, sei es mit PEKiP, der PIKLER-Gruppe, einer privaten Gruppe, einer englischsprachigen Gruppe oder dem offenen Krabbelvormittag in Neukölln.

Diese Woche allerdings war ich wegen der Osterferien und anderer Gründe eher wenig unterwegs, und bald endet ja auch meine Elternzeit schon wieder - Zeit also, ein kleines Resümee zu ziehen:

Die beste der Gruppen war bislang... mmh, gar nicht so einfach... doch, ich denke tatsächlich der "Spielraum der Sinne zum selbständigen Entdecken nach Emmi Pikler"! ... und das obwohl ich am Anfang noch ein wenig skeptisch war.

Es tut halt einfach gut, sich dort mal zurückzunehmen, und die Kleinen sich selbst zu überlassen: Für die Eltern ist es entspannend, und die Kids machen wichtige Erfahrungen, die sie im Alltag mit ihren Eltern als dominierende Bezugspersonen so vielleicht nicht machen würden. Vor allem aber lernt man, schon die Kleinen als selbständige Individuen zu betrachten, die vor allem unsere Aufmerksamkeit, unsere Liebe und unseren Respekt brauchen, und vielleicht nicht immer nur unsere "Erziehung".

Also, liebe Elternzeiter: Besucht eine Pikler-Gruppe!

Hier ein paar entsprechende Links:

Emmi Pikler bei Wikipedia
Pikler Gesellschaft Berlin
Pikler-Bücher bei Amazon
The Pikler Institute
Pikler beim Deutschen Bildungsserver
Pikler-Hengstenberg Gesellschaft
Pikler-Spielraum
Pikler-Geräte

... und zum Abschluss noch etwas für Auge und Ohren - zwei Videos aus meiner heutigen Pikler-Sitzung:



Dienstag, 18. März 2008

Countdown

Noch

6 Wochen

bis zum Ende meiner Elternzeit!


Sonntag, 16. März 2008

Bye Bye Babybrei

Nachdem Luise ja mittlerweile alles isst was wir auch essen, gibt es eigentlich keinen Bedarf mehr, sie weiterhin mit Babybrei zu füttern. Klar sollte sie, wie jeder Mensch, auch zukünftig täglich drei Portionen Obst und Gemüse zu sich nehmen - aber da finden wir vielleicht bessere Wege als die Verarbeitung zu Brei und die Verfütterung per Löffel aus dem Schüsselchen oder verdünnt aus der Saugflasche.

Beinahe schade, denn wie viele Eltern in meinem Umfeld habe ich den Babybrei von Anfang an immer selbst gemacht, und die Zubereitung war während meiner gesamten Elternzeit ein festes Ritual.

Deshalb möchte ich hier noch einmal die Gelegenheit nutzen und zeigen, wie einfach es auch mit Säuglingen im Haushalt ist, ganz ohne Convenience Food auszukommen, und all denen Mut machen, die vielleicht noch keinen entsprechenden Kurs bei relive! besucht haben!

Heute gibt es einen Kürbis-Kartoffel-Spinat-Brei, den ich wie folgt zubereite:

1. Richtige Zutaten auswählen und besorgen
Ich nehme Deutsche Kartoffeln und Italienischen Kürbis von Bio Company, sowie frischen Brandenburgischen Bio-Spinat aus unserem Gemüseabo



2. Zutaten waschen und schälen
Zunächst müssen der Kürbis und die Kartoffeln geschält und der Spinat gründlich gewaschen werden



3. Dünsten
Nun das Gemüse in einem Topf mit Dünsteinsatz schonend garen



4. Würzen und zerkleinern
Anschließend das gegarte Gemüse zusammen mit einem Schuß Rapsöl, Küchenkräutern (heute nehme ich Schnittlauch, es ginge aber natürlich auch mit Petersilie, Dill, Oregano oder Basilikum) und ggf. einem Löffel Hirseflocken (wg. Eisengehalt) in einen Zerkleinerer tun und zu Brei verarbeiten, notfalls mit dem Passierstab nachhelfen





5. Abfüllen
Schließlich den Babybrei in eine geeignete Form füllen und einfrieren - besonders gut eignet sich ein Eiswürfelbehälter, da man die eingefrorene Masse so sehr leicht portionieren kann





... und fertig! So schnell und einfach kommt man zu qualitativ hochwertigem Babybrei für eine ganze Woche, der günstiger ist als die Gläschen im Handel, viel besser schmeckt und auch noch 100% Kontrolle über die Inhaltsstoffe bietet. Guten Appetit!

Freitag, 14. März 2008

Die Krabbelgruppe rockt

"Neukölln rockt" titelt diese Woche das Zentralorgan der Berliner Ausgeh-Wütigen, die Zitty - was bei den Neuköllnern eher nicht so gut ankommt, wenn man die Leser-Kommentare zu diesem Artikel liest...

Für mich ist die Headline subjektiv absolut richtig: Ich war heute nämlich wieder in der Neuköllner Krabbelgruppe, die ich aufgrund ihres offenen Konzeptes und ihrer zentralen Lage am Herrmannplatz wirklich allen Baby-Eltern entlang der U7 und U8 wärmstens empfehlen kann - diese Gruppe rockt definitiv.

Außerdem ist meine erste und einzige Tochter eine echte, gebürtige Neuköllnerin - das näher an unserer Wohnung gelegene Kreuzberger Urban-Krankenhaus hat(te) nämlich keine Pädiatrie. Und Luise rockt, das war mir schon vor meiner Elternzeit klar!

Donnerstag, 13. März 2008

Pram Cam: Oranienstraße