Freitag, 11. Januar 2008

Shopping noch nicht so aufregend

Und ich sage noch: Luise, mach' doch jetzt deinen Mittagsschlaf, sonst pennst du die ganze Zeit im Einkaufswagen...

Aber sie hört einfach (noch?) nicht auf mich.

Social Networks für Mamis

Gestern abend mailte mir Daniela:

Bist Du denn auch schon in den ganzen Mami-Social-Networks unterwegs?
netmoms.de
paulsmama.de
mamiweb.de
1-2-3family.de
mummynetwork.com
mamily.de
manoolia.de
famkee.com

Die Antwort ist: Nein!

Zum einen bin ich keine Mami, und zum anderen habe ich gar keine Zeit mehr dafür! Mal ernsthaft: Dieses ganze Social Networking kostet doch unglaublich Ressourcen, oder?

Ich meine, ich bin bei XING, bei FACEBOOK, bei LINKEDIN (da kenne ich den Produktchef, der war vorher bei meinem aktuellen Arbeitgeber), bei STUDIVZ, bei WER KENNT WEN und bei den LOKALISTEN - bis ich allein die diesbezüglichen Emails und Notifications durch bin vergeht jeden Morgen eine halbe Stunde!

Donnerstag, 10. Januar 2008

Biobauklotzbeitrag #2

Liebe Freundinnen und Freunde des gepflegten Bloggens,

nachdem mein gestriger Beitrag für soviel Gesprächsstoff gesorgt hat, hier noch ein paar Klarstellungen:

1. Natürlich sind die Bauklötze nicht nur irgendwelche Sägewerks-Abfälle, sondern alle sorgsam geschliffen und lackiert:



2. Und ja, man kann damit auch etwas bauen! Siehe z.B. mein Modell einer klassizistischen Villa:



... oder des Brandenburger Tors:



... Berliner Mauer:



... Fensehturm:



Potsdamer Platz:



Holocaust-Mahnmal:



Der Onlineshop der "Gemeinschaft in Kehna", wo wir diese Bauklötze erstanden haben, bietet übrigens auch eine "Andere Kunden kauften auch"-Funktion. Wir z.B. hatten noch zwei Pfund Kaffee (Sorten "Kehnial" und "Domenikanische Republik") aus der eigenen Rösterei mitbestellt wo wir eh schon Versandkosten hatten, und was muss ich jetzt auf der Artikelseite der Bauklötzchen sehen?



Mmmh, das spricht entweder gegen den zugrunde liegenden Shop-Algorithmus oder aber gegen eine sonderlich hohe Abverkaufs-Frequenz ...

Mittwoch, 9. Januar 2008

Boah: Bio-Bauklötze!

Luise ist ja jetzt im Bauklotz-Alter, weniger im Sinne von "aufeinander stapeln", sondern eher im Sinne von "Behälter ausräumen". So oder so, es ist Zeit für Bauklötze!

Da Bauklötze allerdings so intensiv und so lange bespielt werden wollten wir unbedingt ein ökologisch korrektes Produkt! Für uns bedeutet das:
  • Holz aus lokaler Produktion und
  • nachhaltigem Anbau
  • ohne giftige Lacke und Zusatzstoffe
  • aus alternativem, nicht primär kommerziell orientiertem Produktions- und Handelsbetrieb
Klar, die Entscheidung für Öko-Produkte ist immer vor allem eine politische. Nur wo soll man so ein Produkt herbekommen?

Luises Oma ist an dieser Frage bereits gescheitert und war dann doch bei Spiele-Max, und auch wir wurden trotz der großen alternativen Einzelhandels-Szene in Kreuzberg nicht sofort fündig. Dank Internet haben wir nun aber endlich das Richtige gefunden:

In meiner Mittelhessischen Heimat bietet die Öko-Schreinerei der "Gemeinschaft in Kehna" entsprechende Bauklötze nach Emmi Pikler an - die haben wir bestellt und heute endlich geliefert bekommen:



OK, ein bisschen erinnert es mich an den TOM-Cartoon "Oh nein - Bio-Knallfrösche", wo lauter kleine Frösche in einer Schachtel sitzen und "Bumm! Peng! Knall!" rufen, und auch der Küchenfußboden ist jetzt schon voller abgeschabter Holzrinden. Aber für seine politischen Überzeugungen muss man auch mal Opfer bringen.

Montag, 7. Januar 2008

Beliebte Vornamen anno '06

Ich bin Jahrgang 1972, und meine Mitschüler/innen in der Grundschule hießen bevorzugt Michael, Stefan, Thomas, Torsten und Markus bzw. Claudia, Tanja, Stefanie, Katja und Katrin.

Wie wird das wohl bei Luise sein?

Keine schwierige Frage, schließlich gibt es auch hierfür entsprechende Online-Tools, z.B. www.beliebte-vornamen.de! Daher kenne ich die beliebtesten Vornamen des Jahrgangs 2006 bereits - es sind:
  1. Anna
  2. Leonie / Leoni
  3. Lea / Leah
  4. Lena
  5. Hanna / Hannah
  6. Laura
  7. Lara
  8. Emily / Emilie
  9. Sara / Sarah
  10. Lilli / Lilly / Lili
bzw.
  1. Lukas / Lucas
  2. Leon
  3. Luca / Luka
  4. Tim / Timm
  5. Paul
  6. Jonas
  7. Finn / Fynn
  8. Max
  9. Niclas / Niklas
  10. Luis / Louis
Wenig überraschendes, oder? Es bestätigt sich der Trend zu biblischen und in meiner Jugend noch sehr altmodisch klingenden Namen, gemixt mit ein paar Exoten; besonders angesagt sind Namen mit "L"!

Spannend werden die Listen im hinteren Teil: Chiara und Angelina auf Platz 25 bzw. 26 bei den Mädels oder Justin, Marwin und Lennart ab Platz 30 bei den Jungs? Die Listen bieten so einige Überraschungen, und besonders schön finde ich die Häufigkeits-Statistik der letzten 115 Jahre...

Luise läuft in der Beliebtheitsliste eher unter "ferner liefen", lediglich die Spanische Form "Louisa" schafft es bis auf Platz 20. Luise so wie wir es schreiben ist übrigens die Deutsche Form der weiblichen Form der Französischen Form des alten Deutschen Namens "Ludwig", was soviel bedeutet wie "Berühmter Krieg"! Da bevorzuge ich doch die andere Herleitung vom althochdeutschen "Aloisia" = Weisheit!

Sonntag, 6. Januar 2008

Zeigefreudige Sklaventreiberin

Luises Mama war ja fast ein wenig beleidigt dass mir und Luise die Elternzeit am Anfang so leicht fiel - sie selber hatte es manchmal ganz schön Nerven gekostet wenn das Kind den ganzen Tag rumgequengelt hat...

Aber was soll ich sagen, mittlerweile hat sich die Kleine wohl gut mit mir arrangiert - und quengelt nun ebenfalls ganz ungeniert wenn sie nicht bekommt was sie will.

Momentan will sie vor allem: Mit mir auf Augenhöhe sein! D.h. entweder ich komme runter auf den Boden - oder sie kommt hoch auf meinen Arm! Diesen Wunsch weiß sie auch durchaus durchzusetzen, kaum zu glauben wie schnell das Kind schon wieder hinter einem hockt, sich in der Kniekehle festkrallend hochzieht und "Mama! Mama!" ruft. Man kann dem praktisch nicht entkommen, und wenn doch wird ein Signalton ausgelöst!

Also das Kind auf den Arm nehmen und rumtragen; das gefällt ihr momentan besonders gut, weil sie ein neues Hobby hat: Auf Dinge zeigen und dabei den Tragesklaven durch die Wohnung treiben!

So verbringe ich nun täglich mehrere Stunden mit einem kommandierenden Kind auf dem Arm:

Da!
Du möchtest in's andere Zimmer? OK!
Da!
Ja, das ist ein Fenster! Wollen wir mal rausgucken?
Da!
Ja, das ist die Tür zurück in's Wohnzimmer, soll ich da durchgehen?
Da!
Ja, das Bücherregal!
Ma-Ma!
Ja, das ist die Fenderbender-Figur, die möchte ich dir aber lieber nicht geben
Da!
OK, gehen wir zum Ficus Benjamini
[zuppel, zuppel, Blätter reißen ab]
Da!
Ja, das sind die Blätter die du gerade abgerissen hast!
Da!
Nein, die hebe ich jetzt nicht auf, sonst steckst du sie dir wieder in den Mund!
Da!
Genau, lass uns lieber mal an die Spielzeugkiste gehen... so, am besten setzte ich dich ab damit du besser spielen kannst
Ma-Ma! Ma-Ma! Heuuuuuuuuuuuul!

Samstag, 5. Januar 2008

Erste Worte

In den Lebensmonaten 9-12 sprechen kleine Kinder in der Regel zwei bis drei erkennbare Worte, meistens sowas wie Papapa oder Ma-Ma; mit 15 Monaten sollten sie noch drei bis fünf andere Worte beherrschen, und mit ca. 2 Jahren kommen die ersten Sätze.

Luise ist ja jetzt 10 1/2 Monate alt und hat schon einen beachtlichen Wortschatz - in mehreren verschiedenen Sprachen!

Sie sagt z.B. schon "Daddy" (Ded-Di)...

Oder die Türkischen Wörter At-Ta, An-Nä und Al-Lah.

Gerne sagt sie auch schon "Papa", meist gehaucht als Begeisterungs-Bekundung: Pa-Pahhh

... und natürlich sagt sie ständig "Mama", allerdings hauptsächlich in der Bedeutung "Ich will!", und das kann ganz schön nerven:

Beim Essen - "Mama!"
Beim Spielen - "Mama!"
Wenn ich stehe und sie sich auf dem Boden befindet, beim Zupfen an meinem Bein: "Mama! Mama!"
Wenn ich sie herumtrage und sie etwas haben will - deutet sie mit dem Finger drauf: "Mama!"
Wenn ich sie zum Mittagsschlaf hinlege: "Mama! [Heul]"

Mädchen, genüge ich dir denn nicht? Zwischendurch muss ich immer mal ein neckisches Spiel mit ihr machen, um von ihren lächelnden Lippen ein begeistertes Pa-Pahhh zu hören ...

PS. Sorry für die kindische Freude über Babylaute, die entfernt nach "Daddy" klingen. Eltern fahren einfach total auf sowas ab! Das süße Töchterchen eines befreundeten Britischen Paars hat schon im zweiten Lebensmonat immer "Algi! Algi!" gesagt, was die Eltern jedesmal zu Tränen rührte: "Listen, she said Algae again!" (engl. Algae = Alge[n])

Donnerstag, 3. Januar 2008

Königreich der Diebe

Seit ich Hausmann bin hatte ich einen Wunsch: Eine Spülmaschine! Kurz nach Weihnachten wurde er endlich wahr - ich konnte ein gebrauchtes Gerät inkl. Aufbau und Garantie auf eBay erstehen!

Der Spülaufwand ist damit zwar nicht zu 100% hinfällig wie eigentlich erhofft, aber mindestens zu 80% - und auch das bedeutet einen Zeitgewinn von 30-40 Minuten jeden Tag.

Heute bin ich los um bei Bauhaus an der Hasenheide noch eine Arbeitsplatte zur Abdeckung des Geräts zu kaufen, und was musste ich sehen?

In den beiden ersten Tagen des Jahres 2008 wurden dort schon 241 Diebstähle zur Anzeige gebracht, also 120 am Tag bzw. 10 pro Stunde.

Wow! Dass in der Hasenheide aus verschiedenen Gründen eine hohe Polizeipräsenz herrscht war mir bekannt, aber dass im Keller der Neuköllner Bauhaus-Filiale zwei Beamte Dienst tun und jede Stunde 10 Ladendiebstahlsfälle bearbeiten - das war mir noch neu!

Mittwoch, 2. Januar 2008

Happy Birthday, Elterngeld!

Mit dem Jahreswechsel ist auch das von der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Ursula Gertrud von der Leyen, eingeführte Elterngeld ein Jahr alt geworden.

Herzlichen Glückwunsch!

Mittlerweile weiß man auch dass fast 10% aller Antragsteller Männer sind - Jungs, geht's noch?

Wie kann es denn sein dass weniger als 10% der Männer Elternzeit mit Elterngeld beantragen? Würden fast 10% darauf verzichten könnte ich es ja verstehen, aber andersrum? Ich kann es mir nicht erklären. Warum gehen nicht alle Männer in Elternzeit?

Ich wusste selber ja auch nicht was auf mich zukommt, aber schon nach den ersten sechs Wochen Elternzeit kann ich sagen dass es sich voll gelohnt hat:
  • Ich habe eine ganz neue Art von Beziehung zum Töchterchen aufbauen können
  • Der Begriff "Familie" hat eine eigene, originäre Bedeutung bekommen
  • Ich kann über Monate mal einer ganz anders gearteten Beschäftigung nachgehen als bisher und somit
  • in ganz andere Rollen und andere Lebensentwürfe reinschnüffeln
  • Außerdem habe ich Kochen gelernt und eine Diplomarbeit fertiggestellt!
Liebe berufstätigen Väter - so viele Workshops, Coachings und Familienfortentwicklungsseminare könnt ihr gar nicht besuchen, um auch nur annähernd die Erfahrungen zu machen, die es bei der Elternzeit kostenlos dazu gibt!

Lasst euch diese Zeit nicht entgehen, so eine Chance bekommt man nicht oft. Ihr werdet es ganz sicher nicht bereuen (und eure Familie sowieso nicht!).

Dienstag, 1. Januar 2008

Frohes Neues Jahr

... wünschen Ich und Luise allen Lesern!


Ehem. Luisenstädtischer Kanal am Neujahrstag 2008