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Dienstag, 19. Februar 2008
Es spricht einiges für Teilzeit-Arbeit
... wie z.B. mein Blog, oder aber die schon 10 Jahre alte Kampagne, die der Väterblog jüngst ausgegraben hat:
Sonntag, 20. Januar 2008
Hurrah, Teilzeitarbeit!
Gestern kam die Bestätigung des Arbeitgebers rein: Ich darf nach meiner Rückkehr meine Arbeitszeit auf 75% verringern, also auf 30 statt 40 Wochenstunden!
Das freut mich sehr, denn genau so wollte ich es haben. Anders wäre es allerdings auch gar nicht gegangen, da wir erst zum 01.01.09 einen Kita-Platz haben und Luise bis dahin selbst betreuen müssen - das schafft man nicht mit zwei Vollzeitstellen.
Deshalb arbeiten auch die allermeisten Eltern kleiner Kinder nur 100-150% der möglichen Arbeitszeit: Entweder Papa Vollzeit und Mama 50%, oder Mama bleibt gleich ganz zu hause. Wir dagegen haben jetzt das Modell Gender Mainstreaming: Beide arbeiten zu 75% und betreuen das Kind gemeinsam.
Dass ich als Mann solch ein Arbeitszeitmodell praktizieren werde ist immer noch extrem exotisch, mindestens so selten wie für fünf Monate oder mehr in Elternzeit zu gehen (und fast so selten wie das Verwenden von Stoffwindeln!), und wie schon bei der Elternzeit kann ich auch hier kaum begreifen warum es so exotisch ist.
Man muss sich das vorstellen: Nach allen gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte bleiben selbst in den avantgardistischen Berliner Szene-Bezirken ganz überwiegend die Mamis zuhause wenn sie Kinder bekommen, damit Papa schön den ganzen Tag in's Büro gehen kann!
Unglaublich, oder? Ganz abgesehen davon dass ich auch die Papis nicht verstehe - ist so ein Vollzeitjob wirklich das einzig Anstrebenswerte? Ich arbeite auch gerne, und ich liebe meinen aktuellen Job - aber nach 10 (Vollzeit-!) Jahren im Software- und Internet-Business habe ich mich schon manchmal gefragt ob es nicht noch mehr im Leben geben müsste.
Momentan frage ich mich das nicht.
Das freut mich sehr, denn genau so wollte ich es haben. Anders wäre es allerdings auch gar nicht gegangen, da wir erst zum 01.01.09 einen Kita-Platz haben und Luise bis dahin selbst betreuen müssen - das schafft man nicht mit zwei Vollzeitstellen.
Deshalb arbeiten auch die allermeisten Eltern kleiner Kinder nur 100-150% der möglichen Arbeitszeit: Entweder Papa Vollzeit und Mama 50%, oder Mama bleibt gleich ganz zu hause. Wir dagegen haben jetzt das Modell Gender Mainstreaming: Beide arbeiten zu 75% und betreuen das Kind gemeinsam.
Dass ich als Mann solch ein Arbeitszeitmodell praktizieren werde ist immer noch extrem exotisch, mindestens so selten wie für fünf Monate oder mehr in Elternzeit zu gehen (und fast so selten wie das Verwenden von Stoffwindeln!), und wie schon bei der Elternzeit kann ich auch hier kaum begreifen warum es so exotisch ist.
Man muss sich das vorstellen: Nach allen gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte bleiben selbst in den avantgardistischen Berliner Szene-Bezirken ganz überwiegend die Mamis zuhause wenn sie Kinder bekommen, damit Papa schön den ganzen Tag in's Büro gehen kann!
Unglaublich, oder? Ganz abgesehen davon dass ich auch die Papis nicht verstehe - ist so ein Vollzeitjob wirklich das einzig Anstrebenswerte? Ich arbeite auch gerne, und ich liebe meinen aktuellen Job - aber nach 10 (Vollzeit-!) Jahren im Software- und Internet-Business habe ich mich schon manchmal gefragt ob es nicht noch mehr im Leben geben müsste.
Momentan frage ich mich das nicht.
Freitag, 18. Januar 2008
Besucherstatistik & Co
Mehrfach schon habe ich die diesem Blog zugrunde liegende Web-Anwendung Blogger.com gelobt, heute möchte ich mal etwas bemängeln: Es gibt keinerlei Besucherstatistik!
Normalerweise weiß der Betreiber einer Website immer ganz genau, wer wann von wo und mit welcher Kennung seine Seite besucht hat. Daniela z.B. hatte sofort gemerkt dass ich ihre Seite verlinkt hatte, und heute schrieb mir die Geschäftsführerin von 1-2-3 Family eine sehr nette Mail (mit weiterführendem Material!) - auch hier hatte ich weiter unten einen Link gesetzt.
Nur Blogger.com bietet nichts dergleichen - weder Zugriffsstatistiken noch einen einfachen Besucherzähler, so dass ich bis heute nie wusste ob überhaupt jemand diese Seite besucht.
Jetzt aber habe ich mich mental 13 Jahre zurück in die Anfangszeit des Internets versetzt... und einen Besucherzähler eingebaut! Das war schwieriger als gedacht, denn es gibt wahrscheinlich Hunderte von Anbietern allein im deutschsprachigem Raum, und ich musste mich zunächst bei einem halben Dutzend davon registrieren um herauszufinden ob das Teil was taugt! Erst mit Statscounter.de war ich dann zufrieden: Kostenlos, ohne Anbieterkennung, ohne Werbelink, akzeptables Design, brauchbare Statistik und vor allem eine seriöse Zählung, die tatsächlich die Besucher zählt und nicht nur die Seitenzugriffe...
Ihr findet meinen neuen Besucherzähler unten in der linken Navigationsleiste, und durch einen Mausklick gelangt ihr zu meinen öffentlichen Statistiken.
Normalerweise weiß der Betreiber einer Website immer ganz genau, wer wann von wo und mit welcher Kennung seine Seite besucht hat. Daniela z.B. hatte sofort gemerkt dass ich ihre Seite verlinkt hatte, und heute schrieb mir die Geschäftsführerin von 1-2-3 Family eine sehr nette Mail (mit weiterführendem Material!) - auch hier hatte ich weiter unten einen Link gesetzt.
Nur Blogger.com bietet nichts dergleichen - weder Zugriffsstatistiken noch einen einfachen Besucherzähler, so dass ich bis heute nie wusste ob überhaupt jemand diese Seite besucht.
Jetzt aber habe ich mich mental 13 Jahre zurück in die Anfangszeit des Internets versetzt... und einen Besucherzähler eingebaut! Das war schwieriger als gedacht, denn es gibt wahrscheinlich Hunderte von Anbietern allein im deutschsprachigem Raum, und ich musste mich zunächst bei einem halben Dutzend davon registrieren um herauszufinden ob das Teil was taugt! Erst mit Statscounter.de war ich dann zufrieden: Kostenlos, ohne Anbieterkennung, ohne Werbelink, akzeptables Design, brauchbare Statistik und vor allem eine seriöse Zählung, die tatsächlich die Besucher zählt und nicht nur die Seitenzugriffe...
Ihr findet meinen neuen Besucherzähler unten in der linken Navigationsleiste, und durch einen Mausklick gelangt ihr zu meinen öffentlichen Statistiken.
Mittwoch, 16. Januar 2008
Arbeitsplatzangebot im Cluster "Digitale Medien"
Nach meinem Produktmanager-Kollegen, der zu Spreadshirt gegangen ist, erreicht mich nun die Nachricht dass zwei weitere Kollegen den Arbeitgeber wechseln, und zwar zu StudiVZ im südlichen Prenzlauer Berg. Ich denke daher, dass ich mir keine Sorge um fehlende Aufgaben machen muss, wenn ich im Mai an meinen Arbeitsplatz zurückkehre.
Diese Fluktuation spricht auf jeden Fall für die wiedererlangte Dynamik des Berliner Arbeitsmarktes im Bereich der Digitalen Medien:
Zunächst etwas abgeschlagen hinter den traditionell wirtschaftstarken Regionen in Westdeutschland und dem Großraum München, wo sich besonders viele Software-Unternehmen angesiedelt hatten, entstanden während des sog. New Economy Booms der 90iger Jahre zahlreiche Unternehmen auch in Berlin - das größte davon war mein ehemaliger Arbeitgeber Pixelpark.
In den späten 90er Jahren war das Arbeitsplatz-Angebot dem Personal-Angebot sogar weit voraus - als Bereichsverantwortlicher habe ich damals jede(n) eingestellt, der irgendwie in's Team passte und einen leidlich sauberen HTML-Code schreiben konnte! Das führte übrigens zu einem extrem bunt gemischtem Personalbestand, den ich bei meinem jetzigen Arbeitgeber, der nur auf die Besten und Bestausgebildeten fokussiert ist, manchmal vermisse.
Dann platzte im Jahr 2001 die New-Economy-Blase und die Firmen schlossen aufgrund von Insolvenzen oder schrumpften ihr Personal auf das Nötigste zusammen. Meine ehemaligen Kollegen flogen aus zu neuen Ufern: Nach Hongkong, New York, in die Schweiz, nach London, nach Süddeutschland oder wie ich nach Westdeutschland.
2005 bekam ich dann das Gefühl, dass das Schlimmste in meiner Branche auch in Berlin überwunden sein sollte, und habe auch tatsächlich sofort den Job meiner Träume bekommen, wie viele andere Job-Nomaden auch, die damals in Ihre Stadt zurückkehrten.
Jetzt scheinen wir wieder so weit zu sein, dass in diesem speziellen Bereich eher ein Arbeitnehmer- als ein Arbeitgeber-Markt existiert. Hoffen wir dass es bis zu meiner Rückkehr hält, und dass nicht vorher wieder eine Blase platzt!
Diese Fluktuation spricht auf jeden Fall für die wiedererlangte Dynamik des Berliner Arbeitsmarktes im Bereich der Digitalen Medien:
Zunächst etwas abgeschlagen hinter den traditionell wirtschaftstarken Regionen in Westdeutschland und dem Großraum München, wo sich besonders viele Software-Unternehmen angesiedelt hatten, entstanden während des sog. New Economy Booms der 90iger Jahre zahlreiche Unternehmen auch in Berlin - das größte davon war mein ehemaliger Arbeitgeber Pixelpark.
In den späten 90er Jahren war das Arbeitsplatz-Angebot dem Personal-Angebot sogar weit voraus - als Bereichsverantwortlicher habe ich damals jede(n) eingestellt, der irgendwie in's Team passte und einen leidlich sauberen HTML-Code schreiben konnte! Das führte übrigens zu einem extrem bunt gemischtem Personalbestand, den ich bei meinem jetzigen Arbeitgeber, der nur auf die Besten und Bestausgebildeten fokussiert ist, manchmal vermisse.
Dann platzte im Jahr 2001 die New-Economy-Blase und die Firmen schlossen aufgrund von Insolvenzen oder schrumpften ihr Personal auf das Nötigste zusammen. Meine ehemaligen Kollegen flogen aus zu neuen Ufern: Nach Hongkong, New York, in die Schweiz, nach London, nach Süddeutschland oder wie ich nach Westdeutschland.
2005 bekam ich dann das Gefühl, dass das Schlimmste in meiner Branche auch in Berlin überwunden sein sollte, und habe auch tatsächlich sofort den Job meiner Träume bekommen, wie viele andere Job-Nomaden auch, die damals in Ihre Stadt zurückkehrten.
Jetzt scheinen wir wieder so weit zu sein, dass in diesem speziellen Bereich eher ein Arbeitnehmer- als ein Arbeitgeber-Markt existiert. Hoffen wir dass es bis zu meiner Rückkehr hält, und dass nicht vorher wieder eine Blase platzt!
Montag, 14. Januar 2008
Der Verbraucher hat die Wal
Wie ja schon in den einem oder anderem Beitrag beschrieben, kaufen wir ganz bevorzugt Bio / Öko-Produkte.
Für mich persönlich hat das überwiegend wirtschaftspolitische Gründe: Insbesondere bei den Waren des täglichen Bedarfs möchte ich, dass der Markt nicht nur von den internationalen Lebensmittelkonzernen mit ihren fragwürdigen Produktionspraktiken dominiert wird, sondern dass auch Raum für kleinere, alternative Anbieter ist, die bei der Produktgestaltung nicht ausschließlich auf den Preis abstellen, sondern z.B. auf Tier- und Naturschutz, Nachhaltigkeit oder soziale Verantwortung.
Und wer bestimmt den Markt? Richtig, der Verbraucher, also ich selbst!
Öko-Waschmittel habe ich jetzt allerdings zum ersten Mal, und das auch hauptsächlich weil die Haut von Luise an bestimmten Stellen eine Verschuppung aufweist, seit ich mal statt "Spee" die Kaisers-Eigenmarke "A&P" gekauft hatte.
Spätestens beim Kauf dieses Waschmittels der Marke "Ecover" fiel mir auf, wie weit sich der Markt für Öko-Produkte inzwischen professionalisiert hat: Auch diese Produkte werden mittels modernder Marketing-Methoden gestaltet, beworben und an den Mann gebracht. Nicht mal das obligatorische Gewinnspiel als zusätzlicher Kaufanreiz fehlt!
Man merkt allerdings immer noch die Ausrichtung auf eine sehr spezifische Zielgruppe: Bei "Ecover" heißt es nicht "Gewinnen Sie ein Treffen mit Dieter Bohlen", sondern:
Für mich persönlich hat das überwiegend wirtschaftspolitische Gründe: Insbesondere bei den Waren des täglichen Bedarfs möchte ich, dass der Markt nicht nur von den internationalen Lebensmittelkonzernen mit ihren fragwürdigen Produktionspraktiken dominiert wird, sondern dass auch Raum für kleinere, alternative Anbieter ist, die bei der Produktgestaltung nicht ausschließlich auf den Preis abstellen, sondern z.B. auf Tier- und Naturschutz, Nachhaltigkeit oder soziale Verantwortung.
Und wer bestimmt den Markt? Richtig, der Verbraucher, also ich selbst!
Öko-Waschmittel habe ich jetzt allerdings zum ersten Mal, und das auch hauptsächlich weil die Haut von Luise an bestimmten Stellen eine Verschuppung aufweist, seit ich mal statt "Spee" die Kaisers-Eigenmarke "A&P" gekauft hatte.
Spätestens beim Kauf dieses Waschmittels der Marke "Ecover" fiel mir auf, wie weit sich der Markt für Öko-Produkte inzwischen professionalisiert hat: Auch diese Produkte werden mittels modernder Marketing-Methoden gestaltet, beworben und an den Mann gebracht. Nicht mal das obligatorische Gewinnspiel als zusätzlicher Kaufanreiz fehlt!
Man merkt allerdings immer noch die Ausrichtung auf eine sehr spezifische Zielgruppe: Bei "Ecover" heißt es nicht "Gewinnen Sie ein Treffen mit Dieter Bohlen", sondern:
Sonntag, 13. Januar 2008
Ein Blog ist ein Blog ist ein Blog
Gerade sind die Beiträge des ersten Bloggers überhaupt aufgetaucht: Der tägliche Bericht eines englischen Soldaten an der Front des ersten Weltkrieges, den ein Enkel nun, genau 90 Jahre später, jeden Tag veröffentlicht.
Ich dagegen berichte tagesaktuell und habe mindestens 5 regelmäßige Leser: Die Großeltern von Luise und sonstige Verwandte. Gerade von der Großelterngeneration höre ich ständig: "Toller Blog! Musst du als Buch veröffentlichen!"
Nein, werde ich nicht, denn: Ein Buch ist ein Buch, und ein Blog ist ein Blog ist ein Blog! Würde ich an einem Buch schreiben, vieles würde ich mich gar nicht trauen, oder immer wieder überdenken und umschreiben.
Hier beim Bloggen ist mir das ziemlich egal, das Medium ist wunderbar flüchtig, keinen interessiert es mehr was vor einem Jahr zu einem bestimmten Thema gebloggt wurde - und wenn mir mal ein Beitrag nicht mehr gefällt, so ändere oder lösche ich ihn einfach.
Wer weiß - vielleicht gibt es ja meinen Service-Provider Blogger.com in 10 Jahren sogar noch? Möglich wäre es, die gehören schließlich zu Google. Und Google gehört in 10 Jahren wahrscheinlich das ganze Internet (wenn sie nicht vorher von Microsoft gekauft werden) ...

Ich dagegen berichte tagesaktuell und habe mindestens 5 regelmäßige Leser: Die Großeltern von Luise und sonstige Verwandte. Gerade von der Großelterngeneration höre ich ständig: "Toller Blog! Musst du als Buch veröffentlichen!"
Nein, werde ich nicht, denn: Ein Buch ist ein Buch, und ein Blog ist ein Blog ist ein Blog! Würde ich an einem Buch schreiben, vieles würde ich mich gar nicht trauen, oder immer wieder überdenken und umschreiben.
Hier beim Bloggen ist mir das ziemlich egal, das Medium ist wunderbar flüchtig, keinen interessiert es mehr was vor einem Jahr zu einem bestimmten Thema gebloggt wurde - und wenn mir mal ein Beitrag nicht mehr gefällt, so ändere oder lösche ich ihn einfach.
Wer weiß - vielleicht gibt es ja meinen Service-Provider Blogger.com in 10 Jahren sogar noch? Möglich wäre es, die gehören schließlich zu Google. Und Google gehört in 10 Jahren wahrscheinlich das ganze Internet (wenn sie nicht vorher von Microsoft gekauft werden) ...

Freitag, 11. Januar 2008
Social Networks für Mamis
Gestern abend mailte mir Daniela:
Bist Du denn auch schon in den ganzen Mami-Social-Networks unterwegs?
netmoms.de
paulsmama.de
mamiweb.de
1-2-3family.de
mummynetwork.com
mamily.de
manoolia.de
famkee.com
Die Antwort ist: Nein!
Zum einen bin ich keine Mami, und zum anderen habe ich gar keine Zeit mehr dafür! Mal ernsthaft: Dieses ganze Social Networking kostet doch unglaublich Ressourcen, oder?
Ich meine, ich bin bei XING, bei FACEBOOK, bei LINKEDIN (da kenne ich den Produktchef, der war vorher bei meinem aktuellen Arbeitgeber), bei STUDIVZ, bei WER KENNT WEN und bei den LOKALISTEN - bis ich allein die diesbezüglichen Emails und Notifications durch bin vergeht jeden Morgen eine halbe Stunde!
Bist Du denn auch schon in den ganzen Mami-Social-Networks unterwegs?
netmoms.de
paulsmama.de
mamiweb.de
1-2-3family.de
mummynetwork.com
mamily.de
manoolia.de
famkee.com
Die Antwort ist: Nein!
Zum einen bin ich keine Mami, und zum anderen habe ich gar keine Zeit mehr dafür! Mal ernsthaft: Dieses ganze Social Networking kostet doch unglaublich Ressourcen, oder?
Ich meine, ich bin bei XING, bei FACEBOOK, bei LINKEDIN (da kenne ich den Produktchef, der war vorher bei meinem aktuellen Arbeitgeber), bei STUDIVZ, bei WER KENNT WEN und bei den LOKALISTEN - bis ich allein die diesbezüglichen Emails und Notifications durch bin vergeht jeden Morgen eine halbe Stunde!
Mittwoch, 12. Dezember 2007
Tag it, Baby!
Aufmerksame Leser werden es sofort bemerkt haben: Dieser Blog unterstützt nun auch Tagging (wobei das bei Blogspot "Labels" heißt) ...
Ab sofort habt ihr also drei verschiedene Möglichkeiten, diesen Blog zu lesen:
Ab sofort habt ihr also drei verschiedene Möglichkeiten, diesen Blog zu lesen:
- Alle Beiträge über die Startseite http://ichundluise.blogspot.com in umgekehrt chronologischer Reihenfolge von oben nach unten
- Alle Beiträge zu bestimmten Themen über das Navigationselement "Labels" links auf der Seite
- Einzelne Beiträge nach Datum über das Navigationselement "Blog-Archiv" links auf der Seite
Baby Berlin Blog Elternzeit Grabbelgruppe
Ich und Luise Internet Kacke Kinderwagen PEKiP
Pipi Rumgeschwalle Software Windeln Wirtschaft
Jetzt nochmal ernsthaft: Kein Mensch navigiert über eine Tag-Cloud, oder? Der einzige Grund warum die Dinger überall auftauchen ist die geniale Idee dahinter. Aber praktikabel finde ich es meist nicht...
Ich und Luise Internet Kacke Kinderwagen PEKiP
Pipi Rumgeschwalle Software Windeln Wirtschaft
Jetzt nochmal ernsthaft: Kein Mensch navigiert über eine Tag-Cloud, oder? Der einzige Grund warum die Dinger überall auftauchen ist die geniale Idee dahinter. Aber praktikabel finde ich es meist nicht...
Sonntag, 9. Dezember 2007
Keine kommerzielle Kommunikation im Parallel-Universum
Eigentlich hatte ich mir das mit Elternzeit und Beruf anders gedacht: Ich habe nämlich extra meinen Firmenlaptop mit in die Elternzeit genommen, um sporadisch den Email-Verkehr (ca. 30-50 Mails am Tag) mitzuverfolgen oder um mal spontan ein Dokument raussuchen zu können.
Aber leider komme ich seit meiner letzten Arbeitswoche vor der Elternzeit nicht mehr von außerhalb des Firmennetzwerkes auf den Mailserver, d.h. ich bin in meinem Parallel-Universum tatsächlich von jeglicher beruflicher Kommunikation abgeschnitten!
Was es wohl neues gibt? Wie wohl meine Projekte laufen? Ich werde es erst im Mai 2008 erfahren!
Und wo wir schon beim Thema "Digitale Wirtschaft" sind - meine Freundin Daniela hat mir ein super-geiles Video geschickt, dass den diesbezüglichen aktuellen Stand der Dinge sehr schön satirisch zusammenfasst: http://richterscales.com
Aber leider komme ich seit meiner letzten Arbeitswoche vor der Elternzeit nicht mehr von außerhalb des Firmennetzwerkes auf den Mailserver, d.h. ich bin in meinem Parallel-Universum tatsächlich von jeglicher beruflicher Kommunikation abgeschnitten!
Was es wohl neues gibt? Wie wohl meine Projekte laufen? Ich werde es erst im Mai 2008 erfahren!
Und wo wir schon beim Thema "Digitale Wirtschaft" sind - meine Freundin Daniela hat mir ein super-geiles Video geschickt, dass den diesbezüglichen aktuellen Stand der Dinge sehr schön satirisch zusammenfasst: http://richterscales.com
Montag, 3. Dezember 2007
Gefangen im Parallel-Universum
Der Dezember ist gekommen, und Luise's Mama geht seit heute wieder arbeiten! Jetzt hat die Elternzeit endgültig begonnen!
Mein Tag lief folgendermaßen:
04.00 Uhr
Luise merkt dass was im Busch ist und schläft sehr unruhig
05.00 Uhr
Luise möchte gerne eine Kleinigkeit trinken. Ich versuche, sie zu überzeugen, doch lieber ein wenig weiter zu schlafen, aber sie bleibt hart.
06.30 Uhr
Mamas Wecker klingelt
07.00 Uhr
Mama versucht, ihr Töchterchen nochmal zu stillen - doch die schläft jetzt weiter! Mama geht aus dem Haus ...
08.30 Uhr
Luise möchte aufstehen und lässt sich nicht dazu bewegen, noch etwas länger zu schlafen. Außerdem ist die Windel nass -> Windel erneuern, Kaffee machen, Kind auf dem Boden spielen lassen und selber noch ein wenig im Bett lesen
09.00 Uhr
Frühstück: Selbstgemachter Brei (Kürbis-Kartoffel) für Luise
10.00 Uhr
Zahnarzttermin, ich habe am Wochenende ein Stück Füllung verloren. Luise macht super mit, spielt auf dem Boden und brabbelt vor sich hin, weshalb die Helferin sich mehr mit ihr als mit meinem Mundraum beschäftigt. Lerne von meinem langjährigen Friedrichshainer Zahnarzt (sein DDR-Universitätsabschluss lautet übrigens "Diplom-Stomatiker"): "Die Zahn-Prophylaxe bei Säuglingen beginnt im Mundraum der Eltern"
11 Uhr
Luise bespielen
12.30 Uhr
Luise macht Mittagsschlaf, endlich mal Emails checken und ein paar Sachen erledigen
13.30 Uhr
Eine Stunde Mittagsschlaf sind eigentlich genug; vor allem aber klart sich das Wetter auf, und wenn das Kind jetzt wach wäre könnte ich mit ihr im Wagen joggen gehen... helfe etwas beim Aufwachen, was nicht ausschließlich freundlich aufgenommen wird
14.30 Uhr
Boa, bis man mit so einem Kind endlich loskommt - Windeln erneuern, füttern, anziehen... hat mich eine schlappe Stunde gekostet! Aber jetzt geht's raus
15.30 Uhr
Zurück von Joggen, leider hatte sich das Wetter nicht gehalten, und ich bin pitschnass. Luise saß unter der Regenplane und ist deshalb trocken, aber wirklich gefallen hat ihr die Plane nicht, sie hat ständig geschimpft und versucht sie herunterzureißen
16.00 Uhr
Auf zum Einkaufen in Richtung Kotti, auf dem Weg schnell noch ne Schawarma reinpfeiffen (habe ja schließlich vorher auch Kalorien verbrannt). Allzu weit scheint es hier in SO 36 mit der Gentrifizierung noch nicht gekommen zu sein: Am gesamten Kotti ist weder frischer Oregano noch frisches Basilikum zu bekommen! Diesmal wäre ich wohl im Prenzlberg doch besser dran gewesen ...
17.00 Uhr
Zurück vom Einkaufen
17.30 Uhr
Die Ehefrau ruft an und richtet aus dass sie innerhalb der nächsten Stunde nach Hause kommt und dass sie Hunger hat -> Kochen unter Verwendung der Einkäufe
18.30 Uhr
Essen
19.30 Uhr
Spülen, Hausarbeit
20.00 Uhr
Luise ins Bett bringen
20.30 Uhr
Wollte jetzt bloggen, aber meine Frau blockiert den Rechner
Bereits 12 Stunden voller Vaterschaft also, und ich bin jetzt auch fix und alle! Mehr hätte ich an diesem Tag unmöglich geschafft!
Wobei - wie kann das sein? Ich fasse nochmal zusammen
A) Eine Stunde Zahnarzttermin
B) Eine Stunde Joggen
C) Eine Stunde Spaziergang und Einkaufen
D) Eine Stunde Kochen und Hausarbeit
... macht nach meinen bescheidenen mathematischen Kenntnissen vier "Tasks" und vier Zeitstunden, bei einem 12-Stunden-Tag.
Wie also kann es sein dass ich so erschöpft bin? Wo ist der Rest der Zeit hin? Warum bin ich nicht zu den vielen anderen Dingen gekommen die ich mir vorgenommen hatte?
Ich muss außerdem ergänzend erwähnen, dass ich es als Produkt- und Projektmanager eigentlich gewohnt bin, dutzende Tasks an einem Kalendertag runterzuarbeiten und zuweilen auch einen 18-Stunden-Tag in 10 Stunden zu schaffen! Wieso also gelingt dass in der Elternzeit nicht?!?
Die Antwort ist nicht ganz einfach.
Zum Ersten denke ich, man kann Management im Beruf und in der Elternzeit einfach nicht vergleichen. Das wäre wie mit den Äpfeln und den Birnen, zu unterschiedlich sind diese beiden Welten:
So ist es während meiner Elternzeit sicher ein Zeichen guten Managements, wenn ich mich eine Stunde hinsetze und mit meinem Nachwuchs spiele; beruflich käme das nicht in jedem Fall gut.
Auch geht einem bei der professionellen Arbeit vieles schnell von der Hand wenn man einmal im Flow ist - hat man erstmal drei Emails bearbeitet, gehen die nächsten 30 auch relativ flott. Soweit kommt es in der Regel während der Elternzeit allerdings nicht, denn Säuglinge haben kein Interesse, den Flow des Elternteils zu unterstützen.
Außerdem schaffe ich beruflich so viele Tasks an einem Tag weil dies mein Job ist und ich vieles darauf ausrichte. In der Elternzeit gibt es dagegen so viele "Neben-Tasks" - z.B. das ganze An- und Ausziehen, Windeln und Abfüttern des Kindes bis man überhaupt erst los kann, vom allgemeinen und allgegenwärtigen Aufmerksamkeits-, Liebes- und Spiel-Bedarf gar nicht zu reden - dass man froh ist wenn man überhaupt noch etwas anderes schafft!
Lange Rede, kurzer Sinn: Elternzeit ist anders. Eine andere Welt. Besser noch: Ein anderes Universum! Das erklärt vieles: Die veränderte Wahrnehmung, das verschobene Zeitgefühl, das andere Wertegefüge ... Ja, so muss es sein:
Ich bin gefangen im Parallel-Universum!!!
Mein Tag lief folgendermaßen:
04.00 Uhr
Luise merkt dass was im Busch ist und schläft sehr unruhig
05.00 Uhr
Luise möchte gerne eine Kleinigkeit trinken. Ich versuche, sie zu überzeugen, doch lieber ein wenig weiter zu schlafen, aber sie bleibt hart.
06.30 Uhr
Mamas Wecker klingelt
07.00 Uhr
Mama versucht, ihr Töchterchen nochmal zu stillen - doch die schläft jetzt weiter! Mama geht aus dem Haus ...
08.30 Uhr
Luise möchte aufstehen und lässt sich nicht dazu bewegen, noch etwas länger zu schlafen. Außerdem ist die Windel nass -> Windel erneuern, Kaffee machen, Kind auf dem Boden spielen lassen und selber noch ein wenig im Bett lesen
09.00 Uhr
Frühstück: Selbstgemachter Brei (Kürbis-Kartoffel) für Luise
10.00 Uhr
Zahnarzttermin, ich habe am Wochenende ein Stück Füllung verloren. Luise macht super mit, spielt auf dem Boden und brabbelt vor sich hin, weshalb die Helferin sich mehr mit ihr als mit meinem Mundraum beschäftigt. Lerne von meinem langjährigen Friedrichshainer Zahnarzt (sein DDR-Universitätsabschluss lautet übrigens "Diplom-Stomatiker"): "Die Zahn-Prophylaxe bei Säuglingen beginnt im Mundraum der Eltern"
11 Uhr
Luise bespielen
12.30 Uhr
Luise macht Mittagsschlaf, endlich mal Emails checken und ein paar Sachen erledigen
13.30 Uhr
Eine Stunde Mittagsschlaf sind eigentlich genug; vor allem aber klart sich das Wetter auf, und wenn das Kind jetzt wach wäre könnte ich mit ihr im Wagen joggen gehen... helfe etwas beim Aufwachen, was nicht ausschließlich freundlich aufgenommen wird
14.30 Uhr
Boa, bis man mit so einem Kind endlich loskommt - Windeln erneuern, füttern, anziehen... hat mich eine schlappe Stunde gekostet! Aber jetzt geht's raus
15.30 Uhr
Zurück von Joggen, leider hatte sich das Wetter nicht gehalten, und ich bin pitschnass. Luise saß unter der Regenplane und ist deshalb trocken, aber wirklich gefallen hat ihr die Plane nicht, sie hat ständig geschimpft und versucht sie herunterzureißen
16.00 Uhr
Auf zum Einkaufen in Richtung Kotti, auf dem Weg schnell noch ne Schawarma reinpfeiffen (habe ja schließlich vorher auch Kalorien verbrannt). Allzu weit scheint es hier in SO 36 mit der Gentrifizierung noch nicht gekommen zu sein: Am gesamten Kotti ist weder frischer Oregano noch frisches Basilikum zu bekommen! Diesmal wäre ich wohl im Prenzlberg doch besser dran gewesen ...
17.00 Uhr
Zurück vom Einkaufen
17.30 Uhr
Die Ehefrau ruft an und richtet aus dass sie innerhalb der nächsten Stunde nach Hause kommt und dass sie Hunger hat -> Kochen unter Verwendung der Einkäufe
18.30 Uhr
Essen
19.30 Uhr
Spülen, Hausarbeit
20.00 Uhr
Luise ins Bett bringen
20.30 Uhr
Wollte jetzt bloggen, aber meine Frau blockiert den Rechner
Bereits 12 Stunden voller Vaterschaft also, und ich bin jetzt auch fix und alle! Mehr hätte ich an diesem Tag unmöglich geschafft!
Wobei - wie kann das sein? Ich fasse nochmal zusammen
A) Eine Stunde Zahnarzttermin
B) Eine Stunde Joggen
C) Eine Stunde Spaziergang und Einkaufen
D) Eine Stunde Kochen und Hausarbeit
... macht nach meinen bescheidenen mathematischen Kenntnissen vier "Tasks" und vier Zeitstunden, bei einem 12-Stunden-Tag.
Wie also kann es sein dass ich so erschöpft bin? Wo ist der Rest der Zeit hin? Warum bin ich nicht zu den vielen anderen Dingen gekommen die ich mir vorgenommen hatte?
Ich muss außerdem ergänzend erwähnen, dass ich es als Produkt- und Projektmanager eigentlich gewohnt bin, dutzende Tasks an einem Kalendertag runterzuarbeiten und zuweilen auch einen 18-Stunden-Tag in 10 Stunden zu schaffen! Wieso also gelingt dass in der Elternzeit nicht?!?
Die Antwort ist nicht ganz einfach.
Zum Ersten denke ich, man kann Management im Beruf und in der Elternzeit einfach nicht vergleichen. Das wäre wie mit den Äpfeln und den Birnen, zu unterschiedlich sind diese beiden Welten:
So ist es während meiner Elternzeit sicher ein Zeichen guten Managements, wenn ich mich eine Stunde hinsetze und mit meinem Nachwuchs spiele; beruflich käme das nicht in jedem Fall gut.
Auch geht einem bei der professionellen Arbeit vieles schnell von der Hand wenn man einmal im Flow ist - hat man erstmal drei Emails bearbeitet, gehen die nächsten 30 auch relativ flott. Soweit kommt es in der Regel während der Elternzeit allerdings nicht, denn Säuglinge haben kein Interesse, den Flow des Elternteils zu unterstützen.
Außerdem schaffe ich beruflich so viele Tasks an einem Tag weil dies mein Job ist und ich vieles darauf ausrichte. In der Elternzeit gibt es dagegen so viele "Neben-Tasks" - z.B. das ganze An- und Ausziehen, Windeln und Abfüttern des Kindes bis man überhaupt erst los kann, vom allgemeinen und allgegenwärtigen Aufmerksamkeits-, Liebes- und Spiel-Bedarf gar nicht zu reden - dass man froh ist wenn man überhaupt noch etwas anderes schafft!
Lange Rede, kurzer Sinn: Elternzeit ist anders. Eine andere Welt. Besser noch: Ein anderes Universum! Das erklärt vieles: Die veränderte Wahrnehmung, das verschobene Zeitgefühl, das andere Wertegefüge ... Ja, so muss es sein:
Ich bin gefangen im Parallel-Universum!!!
Montag, 26. November 2007
Zurück aus dem Entwicklungsland
Liebe Freundinnen und Freunde des gepflegten Bloggens,
ich bin endlich wieder online! Sorry dass ich so lange nichts geschrieben hatte, aber ich war unterwegs in einem Entwicklungsland: der Insel Rügen!
Damit möchte ich jetzt weder die Insel Rügen beleidigen, die ja (abgesehen von Internet im Hotelzimmer) eine sehr gute touristische Infrastruktur bietet, noch die Entwicklungsländer, welche oft eine überraschend hohe Internet-Verfügbarkeit aufweisen (zumindest die die ich bereist habe) ...
Aber mal ehrlich: In Kalifornien gibt es praktisch keine Hotelzimmer ohne Hochgeschwindigkeits-Internet, das ist dort genauso selbstverständlich wie ein Fernseher, und auch der Zugang gestaltet sich meist relativ einfach:
A) Herausgabe der Zugangsdaten für die freigeschaltete Einwahl-Nummer
B) Freischalten der Telefonanlage für andere Einwahl-Nummern
C) Andocken eines W-Lan-Routers an die Internetleitung der Rezeption
D) Verwendung eines Providers mit 0800-Vorwahl
Aber damit konnte ich mich leider nicht durchsetzen, und ich behielt Recht mit meinem allerersten Gedanken bei der Lektüre des Merkblatts "Mit Ihrem Laptop in's Internet": Das kann so niemals funktionieren. Und tatsächlich, in einem Drei-Sterne-Hotel in Lohme auf Rügen gibt es (anders als in den einfachen Guesthouses in Laos oder Kambodscha anno '99) einfach kein Internet auf dem Zimmer!
... und so hatte dieser Blog ein paar Tage Sendepause. Ich hoffe, ihr habt mich vermisst.
ich bin endlich wieder online! Sorry dass ich so lange nichts geschrieben hatte, aber ich war unterwegs in einem Entwicklungsland: der Insel Rügen!
Damit möchte ich jetzt weder die Insel Rügen beleidigen, die ja (abgesehen von Internet im Hotelzimmer) eine sehr gute touristische Infrastruktur bietet, noch die Entwicklungsländer, welche oft eine überraschend hohe Internet-Verfügbarkeit aufweisen (zumindest die die ich bereist habe) ...
Aber mal ehrlich: In Kalifornien gibt es praktisch keine Hotelzimmer ohne Hochgeschwindigkeits-Internet, das ist dort genauso selbstverständlich wie ein Fernseher, und auch der Zugang gestaltet sich meist relativ einfach:
- Computer einschalten
- Netzwerkkabel einstecken oder in's W-Lan einloggen
- Browser starten und lossurfen
- Computer einschalten
- Merkblatt "Mit Ihrem Laptop in's Internet" durchlesen und feststellen, dass es so wie beschrieben niemals funktionieren kann
- Dennoch bei der Rezeption nach einem Analog-Modem fragen
- Das angebotene ISDN-Modem mehrfach freundlich zurückweisen
- Warten bis die Empfangskraft alle Schränke durchwühlt hat und tatsächlich mit einem USB-Analog-Modem zurückkehrt
- Geduldig die Kommentare der Empfangskraft "Das hat aber noch nie wirklich funktioniert" (glaube ich sofort) und "Auf Rügen gibt es eh nicht so richtig Internet" (ich denke sie meinte DSL) ignorieren.
- Modem auf dem Zimmer an den Rechner anschließen
- Versuch der Einwahl bei den bereits auf dem Laptop eingestellten Providern Arcor und Freenet schlägt fehl - 019X-Nummern sind am Hotel-Telefon geblockt
- Versuch der T-Online-Nummer aus dem Merkblatt "Mit Ihrem Laptop in's Internet", diese ist tatsächlich freigeschaltet, und es meldet sich ein Modem auf der Gegenseite!
- Diverse Rate-Versuche von Username und Passwort, diese waren auf dem Merkblatt nämlich nicht angegeben -> erfolglos
- Versuch, Username und Passwort bei der Rezeption zu erfragen -> erfolglos
- Versuch, Username und Passwort vom "Techniker" des Hotels zu erfahren den mir die Rezeption ans Handy holt -> erfolglos
- Geduldiges Ertragen der Weisheiten des "Technikers" am Telefon: "Internet im Zimmer KANN überhaupt nicht gehen, weil da kein DSL liegt!" Mmmh, klar. Das ist als hätte er gesagt: "Satelliten-TV kann es im Zimmer nicht geben, weil da kein Kabel-TV liegt".
- Geduldiges Ertragen der Kommentare der Rezeptionskraft: "Ich habe ihnen ja gesagt dass das nicht funktionieren wird!" Warum verteilen die dann bloß entsprechende Merkzettel auf den Zimmern und verleihen Modems?!?
- Aufgabe des Versuchs
A) Herausgabe der Zugangsdaten für die freigeschaltete Einwahl-Nummer
B) Freischalten der Telefonanlage für andere Einwahl-Nummern
C) Andocken eines W-Lan-Routers an die Internetleitung der Rezeption
D) Verwendung eines Providers mit 0800-Vorwahl
Aber damit konnte ich mich leider nicht durchsetzen, und ich behielt Recht mit meinem allerersten Gedanken bei der Lektüre des Merkblatts "Mit Ihrem Laptop in's Internet": Das kann so niemals funktionieren. Und tatsächlich, in einem Drei-Sterne-Hotel in Lohme auf Rügen gibt es (anders als in den einfachen Guesthouses in Laos oder Kambodscha anno '99) einfach kein Internet auf dem Zimmer!
... und so hatte dieser Blog ein paar Tage Sendepause. Ich hoffe, ihr habt mich vermisst.
Mittwoch, 31. Oktober 2007
Wirtschaftskompetenz
Meine Frau interessiert sich für u.a. für Naturwissenschaften, Literatur, Philosophie und Sport, ich eher für Wirtschaft, Technik und Politik. So können wir uns schön gegenseitig zutexten.
Dabei werden allerdings die Interessen gewahrt: Meine Konversationsfähigkeit in ihren Kompetenzgebieten ist eher beschränkt, und bislang hatte ich den Eindruck dass das umgekehrt ähnlich ist.
Bis heute.
Denn heute schrieb sie mir eine Email zum Thema Stock-Options (die Teil meiner Angestellten-Vergütung sind): "Besser nicht weiter spekulieren, die Aktienmärkte sind zur Zeit eher gefährlich, weil noch niemand so richtig weiß wie's weitergeht mit der weltweiten Konjunktur."
Wow! Seit wann versteht die Frau was von Volkswirtschaft? Hätte ich vor ein paar Jahren hier im Kiez Leute zum Thema "Wirtschaft" befragt hätte ich als Antwort ausschließlich "Henne, Kuchen-Kaiser, Tante Horst und Franziskaner" bekommen; aber spätestens seit dem Telekom-Börsengang und seit jeden Tag vor der Tagesschau "Börse im Ersten" läuft scheint da echt jeder mitreden zu können.
Dabei werden allerdings die Interessen gewahrt: Meine Konversationsfähigkeit in ihren Kompetenzgebieten ist eher beschränkt, und bislang hatte ich den Eindruck dass das umgekehrt ähnlich ist.
Bis heute.
Denn heute schrieb sie mir eine Email zum Thema Stock-Options (die Teil meiner Angestellten-Vergütung sind): "Besser nicht weiter spekulieren, die Aktienmärkte sind zur Zeit eher gefährlich, weil noch niemand so richtig weiß wie's weitergeht mit der weltweiten Konjunktur."
Wow! Seit wann versteht die Frau was von Volkswirtschaft? Hätte ich vor ein paar Jahren hier im Kiez Leute zum Thema "Wirtschaft" befragt hätte ich als Antwort ausschließlich "Henne, Kuchen-Kaiser, Tante Horst und Franziskaner" bekommen; aber spätestens seit dem Telekom-Börsengang und seit jeden Tag vor der Tagesschau "Börse im Ersten" läuft scheint da echt jeder mitreden zu können.
Samstag, 6. Oktober 2007
Pacman, Pacman, warum hast du uns verlassen?

Motiv geklaut von spreadshirt, noch so'n Internet Startup, da arbeitet demnächst mein langjähriger Kollege Pacman.
Donnerstag, 4. Oktober 2007
Papa erzählt vom Krieg
Jaja, Pixelpark ... hat sich jemand mal die 10-Jahres-Darstellung des Aktienkurses angesehen? Unglaublich!
Das war der New Economy Boom ... die digitale Revolution ... die große IPO-Party nach dem Motto:
"Unsere Eltern gingen auf die Straße um die Welt zu verändern - wir gehen an die Börse um die Wirtschaft zu verändern!"
Dann kam die Dotcom-Blase, der große Crash, und plötzlich lagen im Depot nur noch Penny Stocks!
Lustig, wie retro all diese Begriffe heute klingen ...
Dani, was macht eigentlich der Relaunch von expixels.org?
Das war der New Economy Boom ... die digitale Revolution ... die große IPO-Party nach dem Motto:
"Unsere Eltern gingen auf die Straße um die Welt zu verändern - wir gehen an die Börse um die Wirtschaft zu verändern!"
Dann kam die Dotcom-Blase, der große Crash, und plötzlich lagen im Depot nur noch Penny Stocks!
Lustig, wie retro all diese Begriffe heute klingen ...
Dani, was macht eigentlich der Relaunch von expixels.org?
Dienstag, 2. Oktober 2007
Literatur-Tipps für werdende Väter ohne Affiliation
Liebe werdenden Väter,
ich habe drei Literatur-Tipps für euch:
Das Papa-Handbuch – das ist ein seriöser Ratgeber wo alles Wissenswerte drinsteht
Wenn MANN ein Baby bekommt – auch da steht alles drin, aber in witziger, ironischer und cooler Form, mein Favorit
Das Baby. Inbetriebnahme, Wartung und Instandhaltung – was für uns Tekkies, ein Baby-Ratgeber in Form eines Benutzerhandbuchs
Wie bitte? Nein, ich nehme nicht am Amazon Partnerprogramm teil! Ich habe auch keine Google Ads. Weiterhin wird dieser Blog nicht dazu benutzt, eBay Artikeln zu einem besseren Natural Search Ranking zu verhelfen!
Schade eigentlich, so werde ich wieder nicht reich, und muss weiterhin auf einen Kurssprung der diversen Aktien diverser Arbeitgeber hoffen die ich noch halte ... und zumindest bzgl. Pixelpark sehe ich da ziemlich schwarz :-(
ich habe drei Literatur-Tipps für euch:
Das Papa-Handbuch – das ist ein seriöser Ratgeber wo alles Wissenswerte drinsteht
Wenn MANN ein Baby bekommt – auch da steht alles drin, aber in witziger, ironischer und cooler Form, mein Favorit
Das Baby. Inbetriebnahme, Wartung und Instandhaltung – was für uns Tekkies, ein Baby-Ratgeber in Form eines Benutzerhandbuchs
Wie bitte? Nein, ich nehme nicht am Amazon Partnerprogramm teil! Ich habe auch keine Google Ads. Weiterhin wird dieser Blog nicht dazu benutzt, eBay Artikeln zu einem besseren Natural Search Ranking zu verhelfen!
Schade eigentlich, so werde ich wieder nicht reich, und muss weiterhin auf einen Kurssprung der diversen Aktien diverser Arbeitgeber hoffen die ich noch halte ... und zumindest bzgl. Pixelpark sehe ich da ziemlich schwarz :-(
Montag, 24. September 2007
Hallo Kirsche!
Ich möchte bei dieser Gelegenheit mal meine alte Freundin Daniela grüßen, die auch fleißig am bloggen ist, wenn auch zu einem anderen Thema.
Freue mich schon auf die Party am Freitag!
Freue mich schon auf die Party am Freitag!
Samstag, 15. September 2007
Beta-Phase
(übrigens ein schlechter Anglizismus, im Englischen versteht man unter "home office" eher den eigenen Standort, nicht Telearbeit).
Eigentlich könnte ich das jeden Tag machen: Die meisten meiner Kollegen sitzen nicht nebenan, sondern über die ganze Welt verstreut, und der allergrößte Teil der Kommunikation läuft sowieso über Email und Skype. Warum bloß muss ich fast jeden Tag eine Stunde ins Büro und eine Stunde zurück pendeln?
Irgendwie haben die Arbeitgeber halt doch ein mulmiges Gefühl wenn das Bürogebäude völlig verwaist und alle nur noch "virtuell" arbeiten. Komisch eigentlich, unsere Software macht das doch auch ... :-)
Anyway ... auf jeden Fall hatte ich letzte Woche einen Home Office Tag, und ich habe natürlich sofort ausprobiert ob man auch arbeiten und dabei ein Baby auf dem Schoß balancieren könnte.
Die Antwort ist: Ja, kein Problem!

Was machen nur die zahlreichen Elternteile, die sich Vollzeit um ihre Kleinen kümmern und nicht noch nebenher arbeiten müssen (wie z.B. meine Frau) den ganzen Tag?
OK, so ganz stimmt das nicht. Das Baby war nämlich angesichts Papas überraschender Präsenz derartig verwirrt, dass es seine morgendlichen Stimmungsschwankungen für ein paar Stunden verdrängt hatte und mich nur anstrahlte. Außerdem habe ich es regelmäßig zum Füttern an Mama gegeben, musste keinen Haushalt machen, nichts einkaufen und nicht kochen ... bin mal gespannt wie der Tagesablauf nach dem Eintreten des Ernstfalls (meine Elternzeit) aussehen wird.
Noch zwei Monate bis zur Elternzeit!
Donnerstag, 13. September 2007
Mittwoch, 12. September 2007
Jetzt mal ernsthaft
Ich liebe meinen Job! Auch wenn die Masseurin im Urlaub angesichts meines verspannten Nackens ganz entsetzt fragte: "Wie kann man denn den ganzen Tag vor einem Computer sitzen ?!?" - ich find's toll: Sich zu überlegen wie eine Software beschaffen sein müsste, damit die Anwender damit klarkommen und sie gerne benutzen, und diese anschließend zu produzieren und zu "releasen" ...
(Ein gutes Beispiel ist übrigens der hier verwendete Blog-Service: Schnell, intuitiv, einfach, so muss gute Websoftware sein!)
Eine tolle Sache also, die ich allein schon aus Spaß betreibe; dass ich dafür auch noch bezahlt werde ist ein schönes Sahnehäubchen - hoffentlich liest das jetzt kein Arbeitgeber... ;-)
Aber ich mache das inzwischen schon seit zehn Jahren: In großen und in kleinen Agenturen, für Startups, für Konzerne, in der Old Economy, in der New Economy, als Angestellter und als Selbständiger, als Mitarbeiter und als Führungskraft.
Und jetzt mal ernsthaft:
Soll ich wirklich sang- und klanglos das nächste Jahrzehnt der Berufstätigkeit einläuten?
Oder sollte ich die Chance nutzen, mich mal ein paar Monate nicht vor einen Bildschirm zu klemmen (außer zum bloggen :-) ), und mich stattdessen lieber Vollzeit um meine erste und einzige Tochter zu kümmern - bei ordentlicher Bezahlung (Elterngeld)?
Ich frage mich jeden Tag wie es überhaupt einen Vater geben kann, der sich für die erste Alternative entscheidet - gem. Statistik mind. 85 % der Betroffenen! Was mögen die Gründe dafür sein?
Bitte schreibt mir wenn ihr irgendwelche Gründe kennt, warum Väter nicht in Elternzeit gehen!
Ich zähle jedenfalls schon weiter die Tage:
Noch zwei Monate bis zur Elternzeit!
(Ein gutes Beispiel ist übrigens der hier verwendete Blog-Service: Schnell, intuitiv, einfach, so muss gute Websoftware sein!)
Eine tolle Sache also, die ich allein schon aus Spaß betreibe; dass ich dafür auch noch bezahlt werde ist ein schönes Sahnehäubchen - hoffentlich liest das jetzt kein Arbeitgeber... ;-)
Aber ich mache das inzwischen schon seit zehn Jahren: In großen und in kleinen Agenturen, für Startups, für Konzerne, in der Old Economy, in der New Economy, als Angestellter und als Selbständiger, als Mitarbeiter und als Führungskraft.
Und jetzt mal ernsthaft:
Soll ich wirklich sang- und klanglos das nächste Jahrzehnt der Berufstätigkeit einläuten?
Oder sollte ich die Chance nutzen, mich mal ein paar Monate nicht vor einen Bildschirm zu klemmen (außer zum bloggen :-) ), und mich stattdessen lieber Vollzeit um meine erste und einzige Tochter zu kümmern - bei ordentlicher Bezahlung (Elterngeld)?
Ich frage mich jeden Tag wie es überhaupt einen Vater geben kann, der sich für die erste Alternative entscheidet - gem. Statistik mind. 85 % der Betroffenen! Was mögen die Gründe dafür sein?
Bitte schreibt mir wenn ihr irgendwelche Gründe kennt, warum Väter nicht in Elternzeit gehen!
Ich zähle jedenfalls schon weiter die Tage:
Noch zwei Monate bis zur Elternzeit!
Montag, 10. September 2007
Darf der das?
Als Produktmanager bei einem voll auf "Performance" getrimmten Amerikanischen Software-Konzern für 5 1/2 Monate in Elternzeit - geht das denn?!?
Klar geht das: Kurze Email an "Human Ressources" (ergo Personalabteilung), und ein paar Tage später hatte ich die schriftliche Bestätigung. Alles easy soweit.
Aber die Kollegen! :-)
"Boa, was du dich traust!"
"Darf man das denn - als Mann?"
"Ich würde das auch gerne machen, aber ich habe zu viel zu tun..."
"Hast du keine Angst, dass du jetzt nicht mehr befördert wirst?"
Merke: Manchmal ist der Arbeitgeber eine kleinere Hürde als man denkt, und das größte Hindernis ist oft der Arbeitnehmer selbst.
Noch zwei Monate bis zur Elternzeit!
Klar geht das: Kurze Email an "Human Ressources" (ergo Personalabteilung), und ein paar Tage später hatte ich die schriftliche Bestätigung. Alles easy soweit.
Aber die Kollegen! :-)
"Boa, was du dich traust!"
"Darf man das denn - als Mann?"
"Ich würde das auch gerne machen, aber ich habe zu viel zu tun..."
"Hast du keine Angst, dass du jetzt nicht mehr befördert wirst?"
Merke: Manchmal ist der Arbeitgeber eine kleinere Hürde als man denkt, und das größte Hindernis ist oft der Arbeitnehmer selbst.
Noch zwei Monate bis zur Elternzeit!
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