Dienstag, 18. Dezember 2007

Heute war zum vorerst letzten Mal PEKiP

... denn Famobile muss erst neue Räume finden!

Schade, ich habe diese Grabbelgruppe immer sehr genossen. Hoffentlich geht es in den neuen Räumen weiter!

Samstag, 15. Dezember 2007

Audio-Blog für Schwangere

Marcela, ich habe es endlich geschafft mir deine Schwangerschaft-Kolumne auf Venus FM anzuhören!

Sie gefällt mir sehr gut, viele Gedanken erinnern mich an die Zeit als "wir" mit Luise schwanger waren...

Freitag, 14. Dezember 2007

Mein Parallel-Universum ist mein Nexus

Liebe Freundinnen und Freunde des gepflegten Bloggens,

gerne würde ich wieder etwas mehr zu meinem Kernthema "Babybetreuung während der Elternzeit" zurückkehren - doch worüber soll ich schreiben? Einiges habe ich ja schon thematisiert, und seitdem hat sich nicht allzu viel geändert. Ich kann meine Tage immer noch grob in drei Aufgabenkreise einteilen:

1. Kernaufgaben
Baby füttern, wickeln, waschen, an- und ausziehen

2. Babybetreuung
Spazieren gehen, herumtragen, kommunizieren, spielen

3. Periphäre Aufgaben
Einkaufen, Kochen, Haushalt (wir haben aber auch eine Putzfrau)



... und damit sind die Tage meist auch schon rum. Zwischendurch kann ich mich immer mal ein Stündchen an den Computer setzen oder abends vielleicht ein wenig fernsehen wenn Luise schläft, aber viel mehr ist einfach nicht los.

Das hört sich ja furchtbar an?

Hätte ich vorher, während meines Arbeitstages als Software-Manager, sicher auch gedacht. Aber jetzt sehe ich das völlig anders.

Überlegt doch mal:
  • Jeden Tag einer anspruchsvollen, befriedigenden Tätigkeit nachgehen
  • Im eigenen Rhythmus, im eigenen Tempo, ohne Stress, ohne Termindruck
  • In vertrauter, angenehmer Umgebung
  • Mit ganz viel Zeit für die eigene junge Familie
  • Bei guter Bezahlung und finanzieller Sicherheit
... ist das nicht genau was jeder Mensch sich wünscht?!? Das ist doch besser als die Rente mit 35. Es ist beinahe Utopia! Oder der Garten Eden! Der Nexus!

Was ich damit sagen will: Ich find's gut! Aber viel zu berichten habe ich dennoch nicht ...

Zumindest kann ich wieder ein Rollenklischee widerlegen: Frauen können weder per se besser mit Kindern umgehen als Männer, noch haben sie eine größere Eignung zur Hausfrau und Mutter! Beides ist lediglich eine Frage der Sozialisation und der Bereitschaft, sich auf solche Herausforderungen einzulassen. Ist man dazu bereit, so kann jeder Vater eine gute Mutter werden - und eine gute Hausfrau! - und dennoch dabei glücklich sein!

Gute Nacht

Zum ersten Mal seit Beginn meiner Elternzeit war ich die ganze Nacht mit Luise allein, denn die Mama hatte Nachtschicht! Vorher war mir etwas mulmig - wie sollte ich nur das Kind beruhigen wenn es nachts aufwacht, ohne das ultimative Tool "Mutterbrust"?

Aber dann kam es ganz anders: Das Kind hat die ganze Zeit gewusst dass Mama nicht da ist und sich wohl gedacht: "Wenn ich mich eh nicht an Mamas Busen kuscheln kann ... schlafe ich am besten einfach weiter"!

So hatte ich tatsächlich die ruhigste Nacht seit langem und bin richtig ausgeschlafen!

Dies deckt sich aber auch mit den Erfahrungen anderer Eltern: Wenn es nicht so richtig klappt mit dem Schlafen oder auch mit dem Essen - lasst mal Papa ran!

Donnerstag, 13. Dezember 2007

Die PIKLER-Gruppe

... ist heute wegen Erkrankung der Gruppenleiterin ausgefallen.

Auch gut, kann ich shoppen gehen! Habe sofort zwei Dinge gelernt:

1. Schulklassen sind im Kollektiv immer noch genau so bescheuert wie zu meiner Zeit



2. Man muss nicht unbedingt Talent mitbringen, um auf dem Weihnachtsmarkt am Alexanderplatz auftreten zu dürfen

Mittwoch, 12. Dezember 2007

Tag it, Baby!

Aufmerksame Leser werden es sofort bemerkt haben: Dieser Blog unterstützt nun auch Tagging (wobei das bei Blogspot "Labels" heißt) ...

Ab sofort habt ihr also drei verschiedene Möglichkeiten, diesen Blog zu lesen:
  1. Alle Beiträge über die Startseite http://ichundluise.blogspot.com in umgekehrt chronologischer Reihenfolge von oben nach unten
  2. Alle Beiträge zu bestimmten Themen über das Navigationselement "Labels" links auf der Seite
  3. Einzelne Beiträge nach Datum über das Navigationselement "Blog-Archiv" links auf der Seite
Leider bietet Blogspot keine Tag-Cloud! Schade! Muss ich mir halt selber eine basteln:


Baby Berlin Blog Elternzeit Grabbelgruppe
Ich und Luise Internet Kacke Kinderwagen PEKiP
Pipi Rumgeschwalle Software Windeln Wirtschaft


Jetzt nochmal ernsthaft: Kein Mensch navigiert über eine Tag-Cloud, oder? Der einzige Grund warum die Dinger überall auftauchen ist die geniale Idee dahinter. Aber praktikabel finde ich es meist nicht...

Dienstag, 11. Dezember 2007

Im PEKiP

... nichts neues, außer

Was müssen das für Wälder sein,
wo die groooo-ßen

Elefanten spazieren gehen ohne sich zu stoßen.

Links sind Bäume, rechts sind Bäume
und dazwischen Zwischenräume,
wo die groooo-ßen

Elefanten spazieren gehen ohne sich zu stoßen


Was müssen das für Flüsse sein,

wo die groooo-ßen
Elefanten zum Baden gehen ohne Badehosen.

Links sind Flüsse, rechts sind Flüsse und dazwischen Zwischenflüsse,
wo die groooo-ßen
Elefanten zum Baden gehen ohne Badehosen


und

Alle Leut, alle Leut, geh'n jetzt nach Haus.
Große Leute, kleine Leute, dicke Leute, dünne Leute,
alle Leut, alle Leut, geh'n jetzt nach Haus.

Wollen nach Hause geh'n, wollen sich wieder sehn,

Alle Leut, alle Leut, geh'n jetzt nach Haus.
Erst die Rechte, dann die Linke - beide machen winke winke


Montag, 10. Dezember 2007

Kreuzberger Kiezspaziergang Teil 1

Heute schien die Sonne und das Wetter war mild, also auf zum

Kreuzberger Kiezspaziergang
Teil 1: Von der Waldemarbrücke bis zum Lausitzer Platz


(1)
Wir beginnen den Spaziergang an der Waldemarbrücke, auf der die Grenze zwischen den Berliner Bezirken Kreuzberg und Mitte verläuft. Nach Süden sieht man hier den Verlauf des ehemaligen Luisenstädtischen Kanals in Richtung Oranienplatz und weiter zum Urbanhafen. Nach Westen sieht man zunächst eines der letzten Stücke unbebauten Mauerstreifens; weiter hinten erhebt sich die Konzernzentrale des Axel-Springer-Verlages (Adresse: Axel-Springer-Straße, Ecke Rudi-Dutschke-Straße), die der Verlagsgründer direkt an die Berliner Mauer gebaut hat um die DDR-Führung zu ärgern, sowie rechts davon die Reihe von Hochhäusern an der Leipziger Straße, die anschließend die DDR-Führung gebaut hat um Axel Springer zu ärgern ...





Wenden wir uns nun nach Norden so sehen wir im Vordergrund den zum Rosengarten umgestalteten Teil des Luisenstädtischen Kanals mit dem "Indischen Brunnen", im Hintergrund die katholische St. Michaels-Kirche, das Wahrzeichen der historischen Luisenstadt, mit dem nachts golden angestrahltem Erzengel Michael auf dem Dach, der dem Engelbecken vor der Kirche seinen Namen gab. Links daneben ragen die Schornsteine des Heizkraftwerkes an der Jannowitzbrücke in den Himmel.



Wir folgen nun dem Berliner Mauerweg nach Norden. Die Häuser am Leuschnerdamm standen direkt an der Berliner Mauer, deren Verlauf im Bürgersteig immer noch gut zu erkennen ist. Die Häuser an diesem Kreuzberger Straßenstück galten zu Mauerzeiten als Zufluchtsort für Kriminelle, da der Bürgersteig komplett auf DDR-Gebiet lag und nicht von West-Berliner Beamten betreten werden durfte!





(2)
Auch auf Höhe der Adalbertstraße (die weiter südlich am Kottbusser Tor unter dem berüchtigtem "Neuen Kreuzberger Zentrum" hindurchführt) ist der ehemalige Kanal wieder in seinen gartenbaulichen Zustand der 20er Jahre versetzt worden. Zuvor verlief hier 28 Jahre lang zwischen Engeldamm und Bethaniendamm der Todesstreifen der Berliner Mauer; das Foto mit der St.-Thomas-Kirche im Hintergrund ist weltbekannt.

Obwohl der Mauerfall nun schon 18 Jahre her ist kann man immer noch die ehemalige Randlage des Kreuzberger Bethaniendamms erkennen, z.B. durch so seltene Anreiner wie einen Kinder-Bauernhof, eine Wagenburg und Berlins einziges „Geçekondu“, das der Kreuzberger Türke Osman Kalin 1983 auf Ost-Berliner Gebiet direkt an die Mauer gebaut hatte, und das nun Bestandsschutz genießt.


Der ehem. Luisenstädtischer Kanal und ...


St. Thomas-Kirche heute


... und zu Mauerzeiten!


Wagenburg am Bethaniendamm


Berlins einziges „Geçekondu“

(3)
Wir umrunden nun den nördlichen Teil der St.Thomas-Kirche und betreten den Mariannenplatz.

Der Mariannenplatz wurde, zusammen mit den anderen Kunstplätzen Moritzplatz, Oranienplatz und Heinrichplatz im Rahmen der
Separation des Köpenicker Feldes 1841-1846 angelegt. Die Plätze, Straßen und Kanäle des heutigen Kreuzbergs bilden ein städtebauliches Ensemble, welches sich insbesondere durch kilometerlange, auf einen Sakralbau hinlaufende Sichtachsen sowie eine Auflockerung der Bebauung durch Grünanlagen und Wasserwege auszeichnet.

An dieser historischen Stadtentwicklung waren die besten Stadt- und Landschaftsgestalter Preußens beteiligt, nämlich Johann Carl Ludwig Schmid, Karl Friedrich Schinkel, Peter Josef Lenné und James Hobrecht; 1842 wurde der Bebauungsplan für das Köpenicker Feld von Peter Josef Lenné verabschiedet; der historische Grundriss ist auch heute noch gut zu erkennen.


Zu Mauerzeiten erlangte der Mariannenplatz neue Berühmtheit durch den schon erwähnten "Rauch-Haus-Song" (Erste Zeile: "Der Mariannenplatz war blau, soviel Bullen waren da") der Band Ton Steine Scherben und die dort thematisierte Besetzung des leerstehenden ehemaligen Krankenhauses Bethanien.

Auch viele der umliegenden Wohnhäuser wurden in den 70er Jahren besetzt, so dass das Viertel um den Mariannenplatz das Zentrum der deutschen Hausbesetzer-Bewegung wurde. Dies liegt vor allem in dem damaligen Plan begründet, die erhaltenen, aber sanierungsbedürftigen Altbauten abzureißen und durch moderne Wohnblocks zu ersetzen, wie es in vielen anderen Teilen Kreuzbergs auch getan wurde.

Heute ist der Kiez um den Mariannenplatz eine der ärmsten Gegenden des sowieso nicht besonders wohlhabenden Kreuzbergs. Er wird überwiegend von Migranten bewohnt und zählt zum Kreuzberger Klein-Istanbul. Die ehemals omnipräsente linke Szene muss man in diesem heute eher ruhigen Wohnviertel schon fast suchen, nur noch wenige Insignien (wie die vielen Grafittis oder ein "Gemischtwarenladen und Revolutionsbedarf") deuten auf ihre Existenz.


Der Mariannenplatz von Süden, geradeaus die St-Thomas-Kirche, links das Krankenhaus Bethanien


Das ehem. Krankenhaus Bethanien


Eines der letzten sichtbaren ehem. besetzten Häuser neben nicht verhindertem Neubau




Artefakte der Hausbesetzer-Szene

(4)
Folgen wir nun der Waldemarstraße zwei Blocks nach Osten, so gelangen wir zum Lausitzer Platz. Ebenso wie der Mariannenplatz hat der Lausitzer Platz etwas ghettoartiges, da sich hier hauptsächlich Mitglieder einer bestimmten Subkultur aufhalten. Nur ist es diesmal nicht Klein-Istanbul, sondern eher Klein-Prenzlauer Berg, den hier trifft sich die deutsche Mittelschicht des nördlichen Kreuzbergs: Es gibt regelmäßig einen Öko-Markt, einen großen Spielplatz, leckeres selbstgemachtes Bio-Eis beim Eissalon und schicke Kinder-Utensilien bei Sönneken. Außerdem lockt der Szene-Italiener "Rocco und seine Brüder".

Südlich wird der Platz begrenzt von der Skalitzer Straße und der ältesten Berliner U-Bahnlinie U1, die durch Kreuzberg als Hochbahn fährt. Die Skalitzer Straße und die Hochbahn-Trasse verlaufen entlang der ehemaligen Berliner Stadtmauer, was immer noch an den Bahnhofsnamen Schlesisches Tor, Kottbusser Tor und Hallesches Tor erkennbar ist.


Der Lausitzer Platz im Dezember


Eissalon und Sönneken


Die Kreuzberger Mittelschicht unterwegs zum Öko-Markt

Südlicher Lausitzer Platz

Sonntag, 9. Dezember 2007

Kauft Luise ein T-Shirt von Michael Beyer!

Die momentan süßesten Kinder-Motive auf dem Berliner Markt sind für mich die von Michael Beyer:



Wer also noch ein Weihnachtsgeschenk für Luise sucht - über ein T-Shirt "Berlin ist groß und ich bin klein" oder "Pinguine im Fernsehturm" in Größe 18 Monate würde sie sich sicher sehr freuen!

Keine kommerzielle Kommunikation im Parallel-Universum

Eigentlich hatte ich mir das mit Elternzeit und Beruf anders gedacht: Ich habe nämlich extra meinen Firmenlaptop mit in die Elternzeit genommen, um sporadisch den Email-Verkehr (ca. 30-50 Mails am Tag) mitzuverfolgen oder um mal spontan ein Dokument raussuchen zu können.

Aber leider komme ich seit meiner letzten Arbeitswoche vor der Elternzeit nicht mehr von außerhalb des Firmennetzwerkes auf den Mailserver, d.h. ich bin in meinem Parallel-Universum tatsächlich von jeglicher beruflicher Kommunikation abgeschnitten!

Was es wohl neues gibt? Wie wohl meine Projekte laufen? Ich werde es erst im Mai 2008 erfahren!

Und wo wir schon beim Thema "Digitale Wirtschaft" sind - meine Freundin Daniela hat mir ein super-geiles Video geschickt, dass den diesbezüglichen aktuellen Stand der Dinge sehr schön satirisch zusammenfasst: http://richterscales.com